
Karlsruhe, 11. September 2026. Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen sieben Männer erhoben, die im Auftrag der terroristischen Vereinigung HAMAS Waffen für einen geplanten Anschlag in Deutschland oder Österreich beschafft haben sollen. Die Anklage wurde am 8. September 2026 beim Staatsschutzsenat des Kammergerichts in Berlin erhoben.
Den Angeschuldigten werden unter anderem Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung nach §§ 129a, 129b StGB, die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat sowie Verstöße gegen das Waffenrecht vorgeworfen. Drei der Männer sollen zudem gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen haben.
Nach Darstellung der Bundesanwaltschaft gehören alle sieben Angeschuldigten der HAMAS an. Deren militärischer Flügel, die sogenannten Qassam-Brigaden, soll bereits vor längerer Zeit Waffendepots in Europa angelegt haben. Spätestens seit Juli 2025 habe die Organisation einen Mordanschlag in Deutschland oder Österreich gegen Repräsentanten Israels, Menschen jüdischen Glaubens oder pro-israelisch eingestellte Personen vorbereitet.
Der Anschlag sollte den Ermittlungen zufolge Anfang Oktober 2025 und damit in zeitlicher Nähe zum zweiten Jahrestag des HAMAS-Angriffs auf Israel vom 7. Oktober 2023 stattfinden. Hochrangige Funktionäre der Organisation sollen mehrere der Angeschuldigten mit der Beschaffung von Waffen und Munition in Deutschland beauftragt haben.
Bis zur Festnahme dreier Beschuldigter am 1. Oktober 2025 soll die Gruppe ein funktionsfähiges vollautomatisches Gewehr, 13 Pistolen und mehr als 700 Schuss Munition beschafft haben. Ein Teil der Waffen soll von einem gesondert verfolgten Beschuldigten nach Wien gebracht und dort eingelagert worden sein. Dieser soll zudem ein Bekennervideo vorbereitet haben, in dem der geplante Anschlag im Namen der HAMAS angekündigt wurde.
Weitere Beschuldigte wurden zwischen November 2025 und Mai 2026 festgenommen. Alle sieben Angeschuldigten befinden sich nach Angaben der Bundesanwaltschaft weiterhin in Untersuchungshaft. Ein weiterer Beschuldigter wurde im November 2025 in London festgenommen, bislang jedoch nicht nach Deutschland überstellt.



