Karlsruhe, 29. Mai 2026 (PM) – Richter am Bundesgerichtshof Frank Kosziol wird mit Ablauf des 31. Mai 2026 nach Erreichen der Altersgrenze in den Ruhestand treten.
Herr Kosziol wurde im Jahr 1960 in Hofgeismar geboren. Nach dem Abschluss seiner juristischen Ausbildung trat er im Juli 1989 in den höheren Justizdienst des Landes Nordrhein-Westfalen ein. Während seiner Proberichterzeit war er bei dem Landgericht Hagen, der Staatsanwaltschaft Dortmund, den Amtsgerichten Hagen und Iserlohn sowie dem Landgericht Dortmund eingesetzt. Im Oktober 1992 wurde er bei dem Landgericht Dortmund zum Richter am Landgericht ernannt. Von dort war er in der Zeit von November 1999 bis August 2000 an das Oberlandesgericht Hamm abgeordnet. Im März 2001 wurde Herr Kosziol bei dem Oberlandesgericht Hamm zum Richter am Oberlandesgericht ernannt. In der Zeit von August 2005 bis Juli 2008 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Bundesgerichtshof abgeordnet. Im April 2012 wurde er zum Vorsitzenden Richter am Oberlandesgericht befördert.
Seit dem 18. Juni 2012 ist Herr Kosziol Richter am Bundesgerichtshof. Er gehörte zunächst bis Ende Januar 2014 dem vornehmlich für das Werkvertrags-, Handelsvertreter- und Zwangsvollstreckungsrecht zuständigen VII. Zivilsenat an. Ab Februar 2014 war er Mitglied des insbesondere für das Kauf- und Wohnraummietrecht zuständigen VIII. Zivilsenats, dessen stellvertretender Vorsitzender er seit dem 22. März 2023 ist. Für den VIII. Zivilsenat war Herr Kosziol seit dem 22. März 2023 als stellvertretendes Mitglied in den Großen Senat für Zivilsachen und seit dem 2. Mai 2022 zunächst als stellvertretendes und später als ordentliches Mitglied in den Gemeinsamen Senat der obersten Gerichtshöfe des Bundes entsandt. Neben seiner spruchrichterlichen Tätigkeit nahm er in der Zeit von 19. März 2013 bis 31. August 2017 die Aufgabe des Beauftragten für Bauangelegenheiten des Bundesgerichtshofs wahr.
In seiner fast 14-jährigen Zugehörigkeit zum Bundesgerichtshof hat Herr Kosziol die Rechtsprechung vor allem des VIII. Zivilsenats maßgeblich geprägt.





