
Berlin, 21. Juli 2026 (JPD). Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz hat eine Informationskampagne gegen häusliche Gewalt gestartet. Plakate, Onlineangebote und Hinweise in Apotheken, Arztpraxen sowie weiteren Alltagsorten sollen Betroffene auf bestehende Unterstützungsmöglichkeiten aufmerksam machen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem ländlichen Raum, wo Hilfsangebote Betroffene häufig schwerer erreichen. Die Kampagne richtet sich zudem an Angehörige, das soziale Umfeld und Fachkräfte.
Hilfekompass für regionale Angebote
Auf der Kampagnenwebseite werden Informationen über Beratungsangebote sowie über behördliche und gerichtliche Verfahren gebündelt. Ein Hilfekompass ermöglicht die Suche nach regionalen Unterstützungsstellen.
Die Kampagne ergänzt weitere Maßnahmen gegen häusliche Gewalt. Nach einer Änderung des Gewaltschutzgesetzes können Familiengerichte künftig in Hochrisikofällen elektronische Fußfesseln anordnen und Täter zur Teilnahme an sozialen Trainingskursen verpflichten. Das Gesetz soll am 1. Juli 2027 in Kraft treten.
Weitere Änderungen plant das Ministerium unter anderem bei der psychosozialen Prozessbegleitung sowie im Sorge-, Umgangs- und Scheidungsrecht.






