Weltkindertag: Deutschland liegt beim Kinderanteil unter dem EU-Durchschnitt

Wiesbaden, 15. September 2026. Ende 2025 lebten in Deutschland rund 10,8 Millionen Kinder unter 14 Jahren. Das entsprach 12,9 Prozent der Bevölkerung, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Weltkindertags am 20. September mitteilte.

Binnen zehn Jahren ist der Kinderanteil damit leicht gestiegen. Im Jahr 2015 lag er noch bei 12,3 Prozent, damals lebten rund 10,1 Millionen Kinder unter 14 Jahren in Deutschland.

Langfristig ist der Anteil von Kindern an der Bevölkerung allerdings deutlich gesunken. 1975 waren auf dem heutigen Bundesgebiet noch 19,6 Prozent der Bevölkerung jünger als 14 Jahre. 1995 lag der Anteil bei 15,1 Prozent.

Zwischen den Bundesländern bestehen deutliche Unterschiede. Den höchsten Kinderanteil verzeichneten 2025 Baden-Württemberg und Bremen mit jeweils 13,4 Prozent. Es folgten Hamburg und Bayern mit jeweils 13,2 Prozent.

Am niedrigsten war der Anteil der unter 14-Jährigen in Sachsen-Anhalt mit 11,2 Prozent. Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen kamen jeweils auf 11,3 Prozent.

Im europäischen Vergleich liegt Deutschland unter dem Durchschnitt. Zu Jahresbeginn 2025 betrug der Anteil der unter 14-Jährigen in der Europäischen Union nach Angaben von Eurostat 13,3 Prozent, in Deutschland waren es zu diesem Zeitpunkt 13,0 Prozent.

Den höchsten Kinderanteil innerhalb der EU verzeichnete Irland mit 17,0 Prozent. Es folgten Schweden mit 15,6 Prozent und Frankreich mit 15,3 Prozent. Am niedrigsten lag der Anteil in Italien mit 10,9 Prozent, gefolgt von Malta mit 11,3 Prozent und Portugal mit 11,7 Prozent.

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