
München, 20. Juli 2026 (JPD). Bayerns Justizminister Georg Eisenreich hat 21 Persönlichkeiten für besondere Verdienste um die Justiz, den Rechtsstaat und die Gesellschaft mit der Justizmedaille ausgezeichnet. Die Geehrten engagierten sich nach Angaben des Ministeriums weit über ihre beruflichen oder ehrenamtlichen Pflichten hinaus.
Zu den Ausgezeichneten gehört der frühere Präsident des Oberlandesgerichts Bamberg und ehemalige Generalstaatsanwalt in Nürnberg, Lothar Schmitt. Gewürdigt wurden zudem acht langjährige ehrenamtliche Richter, die ihre Berufs- und Lebenserfahrung über viele Jahre in die Rechtsprechung eingebracht haben.
Auszeichnung für mutige Einsätze
Justizwachtmeister Stefan Baumgartner erhielt die Medaille für seinen Einsatz bei einem versuchten Brandanschlag auf den Münchner Justizpalast im Jahr 2018. Er hatte einen Mann mit einem Molotow-Cocktail bemerkt und den Täter gestellt.
Vier Beschäftigte des Landgerichts Hof wurden für die erfolgreiche Wiederbelebung eines während einer Strafverhandlung zusammengebrochenen Richters ausgezeichnet.
Engagement für Vollzug und Nachwuchs
Weitere Medaillen gingen unter anderem an den langjährigen Straubinger Anstaltsarzt Hans Zeller, den früheren Personalratsvorsitzenden Ralf Simon und den Prüfer Dr. Amadeus Hasl-Kleiber. Dieser investiert nach Ministeriumsangaben jährlich rund 800 Stunden in die Bewertung juristischer Staatsprüfungen.
Ausgezeichnet wurden außerdem Sabine Prinz für die Rechtsberatung einkommensschwacher Menschen, Sabine Jungbauer für die Ausbildung von Rechtsanwaltsfachangestellten und Rechtsfachwirten sowie die Journalistin Verena Kaulfersch für ihre Berichterstattung über die Justizvollzugsanstalt Memmingen. Erwin Schletterer wurde für seine langjährige Arbeit mit straffällig gewordenen Jugendlichen geehrt.






