
Berlin, 15. September 2026. Im ersten Halbjahr 2026 sind bundesweit 499 Straftaten mit dem Angriffsziel „Parteirepräsentant/Parteimitglied“ registriert worden. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion hervor. Die Zahlen sind vorläufig.
Am häufigsten war nach den Angaben die AfD betroffen. Ihr wurden 193 Fälle zugeordnet. Es folgten die CDU mit 121 Fällen, Bündnis 90/Die Grünen mit 63, die SPD mit 61, Die Linke mit 32 und die CSU mit 20 Fällen.
Daneben wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 132 Straftaten mit dem Angriffsziel „Parteigebäude/Parteieinrichtung“ erfasst. Auch hier entfielen die meisten Fälle auf die AfD mit 38 Straftaten. Bei der CDU wurden 25 Fälle registriert, bei der Linken 24, bei der SPD 19, bei den Grünen 18 und bei der CSU zwei.
Grundlage der Angaben ist der Kriminalpolizeiliche Meldedienst in Fällen Politisch motivierter Kriminalität (KPMD-PMK).
Die Bundesregierung weist darauf hin, dass bei einzelnen Straftaten mehrere Angriffsziele erfasst werden können. So kann ein Fall sowohl einem Parteigebäude als auch einem Parteirepräsentanten zugeordnet werden. Ein einfaches Addieren der Fallzahlen sei daher nicht sachgerecht.





