Zwei mutmaßliche IS-Mitglieder in Sachsen festgenommen

Dresden, 14. August 2026 (JPD). Die Zentralstelle Extremismus Sachsen bei der Generalstaatsanwaltschaft Dresden (ZESA) hat zwei mutmaßliche Mitglieder der terroristischen Vereinigung „Islamischer Staat“ festnehmen lassen. Die beiden irakischen Staatsbürger im Alter von 33 und 27 Jahren wurden am 11. beziehungsweise 13. August 2026 in Dresden und Königstein aufgrund von Haftbefehlen des Oberlandesgerichts Dresden festgenommen.

Die Festnahmen und Durchsuchungen wurden durch das Polizeiliche Terrorismus Abwehrzentrum des Landeskriminalamtes Sachsen durchgeführt. Dabei durchsuchten die Ermittler auch die Wohnungen der beiden Beschuldigten in Dresden und Königstein.

Den Männern wird jeweils die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland vorgeworfen. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft sollen sie in den Jahren 2016 und 2017 als Kämpfer in verschiedenen Kampfverbänden des „Islamischen Staates“ tätig gewesen sein.

Der 33-Jährige soll von Februar 2016 bis Mai 2017, der 27-Jährige von April 2016 bis Februar 2017 für die Organisation gekämpft haben. Beide sollen für ihre Tätigkeit monatlich bezahlt worden sein.

Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler mehrere Mobiltelefone, einen Laptop und Ausweisdokumente sicher.

Die beiden Beschuldigten wurden dem Ermittlungsrichter beim Oberlandesgericht Dresden vorgeführt. Dieser setzte die Haftbefehle in Vollzug. Die Männer befinden sich damit in Untersuchungshaft.

Die Ermittlungen dauern an. Im Mittelpunkt steht nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft derzeit insbesondere die Auswertung der sichergestellten technischen Geräte.

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