
Stuttgart, 11. August 2026 (JPD). Die Polizei Baden-Württemberg hat im Jahr 2025 rund 1.500 Erste-Hilfe-Leistungen erbracht. Damit wurde der höchste Wert seit Beginn der Erfassung im Jahr 2023 erreicht, wie das Innenministerium Baden-Württemberg mitteilte.
Rund 750 Einsätze entfielen auf Erste-Hilfe- und lebensrettende Sofortmaßnahmen. Dazu zählten unter anderem Wundversorgungen, Wärmeerhalt, Verbände, Betreuungsmaßnahmen und stabile Seitenlagen.
In rund 160 Fällen führten Polizeibeamte Reanimationen durch. Diese seien überwiegend eigeninitiativ begonnen und bis zum Eintreffen der Rettungsorganisationen fortgeführt worden.
Weitere rund 340 Einsätze betrafen die Versorgung stark blutender Verletzungen. Dabei kamen unter anderem Tourniquets, spezielle Notfallverbände und Druckverbände zum Einsatz. In etwa 250 Fällen unterstützte die Polizei Rettungsorganisationen wie den Arbeiter-Samariter-Bund und das Deutsche Rote Kreuz.
Nach Angaben des Innenministeriums bestätigte in einem Fall ein behandelnder Notarzt, dass eine unmittelbar von Polizeibeamten eingeleitete Erste-Hilfe-Maßnahme entscheidend für die Rettung einer verletzten Person gewesen sei.
Alle operativ tätigen Polizeibeamten im Land sind als Ersthelfer ausgebildet. Für medizinische Notfälle steht ihnen unter anderem das sogenannte „Essential Individual First Aid Kit“ zur Verfügung. Es enthält beispielsweise Tourniquets, Thoraxpflaster, Rettungsdecken und Notfalldruckverbände.
Baden-Württemberg hatte 2017 zunächst rund 5.000 dieser Erste-Hilfe-Sets für den Polizeivollzugsdienst beschafft. Später kamen weitere rund 2.400 hinzu. Inzwischen ist nach Angaben des Innenministeriums jeder operativ eingesetzte Funkstreifenwagen im Land entsprechend ausgestattet. Auf den Dienststellen stehen darüber hinaus Notfallrucksäcke für weitergehende Rettungsmaßnahmen bereit.





