Bundesverwaltungsrichter Günter Burmeister in den Ruhestand getreten

Leipzig, 3. August 2026 (JPD). Richter am Bundesverwaltungsgericht Prof. Dr. Günter Burmeister ist mit Ablauf des 31. Juli 2026 nach mehr als 18-jähriger Tätigkeit am Bundesverwaltungsgericht in den Ruhestand getreten. Seit August 2011 war er stellvertretender Vorsitzender des für Wehrdisziplinarverfahren zuständigen 2. Wehrdienstsenats.

Burmeister begann seine richterliche Laufbahn im Mai 1992 am Verwaltungsgericht Oldenburg. Ein Jahr später wurde er dort zum Richter am Verwaltungsgericht auf Lebenszeit ernannt. Seine Tätigkeit war in der Folge mehrfach durch Abordnungen unterbrochen. Unter anderem arbeitete er als hauptamtlicher Prüfer im Niedersächsischen Landesjustizprüfungsamt, als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bundesverfassungsgericht sowie im Niedersächsischen Justizministerium.

Im Dezember 2004 wurde Burmeister zum Richter am Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht ernannt. Am 2. Juni 2008 folgte seine Ernennung zum Richter am Bundesverwaltungsgericht. Zunächst gehörte er dem 2. Revisionssenat an, der unter anderem für das Recht des öffentlichen Dienstes, das Beamtendisziplinarrecht und das Dienstrecht der Soldaten zuständig ist.

Im März 2010 wechselte Burmeister in den 2. Wehrdienstsenat. Dieser entscheidet insbesondere über Verfahren nach der Wehrdisziplinarordnung. Seit August 2011 nahm er dort das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden wahr.

Daneben war Burmeister von 2012 bis 2016 Vertreter und anschließend bis 2021 erster Stellvertreter der nichtständigen Beisitzer beim Dienstgericht des Bundes am Bundesgerichtshof. Von 2018 bis 2025 gehörte er zudem dem Fachsenat nach § 189 Verwaltungsgerichtsordnung an.

Außerhalb seiner Spruchtätigkeit leitete Burmeister zahlreiche Tagungen an der Deutschen Richterakademie und wirkte in der Jury für die Vergabe des Horst-Sendler-Preises am Bundesverwaltungsgericht mit. Im Mai 2015 wurde er zum Honorarprofessor an der Technischen Universität Braunschweig bestellt.

Von Dezember 2017 bis Dezember 2024 war Burmeister außerdem Stellvertreter eines Mitglieds des Niedersächsischen Staatsgerichtshofs. Bei der Bundestagswahl 2025 gehörte er dem Bundeswahlausschuss an.

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