
Köln, 16. Juli 2026 (JPD). Immer mehr Angehörige der geburtenstarken Jahrgänge beziehen eine Rente vor Erreichen der Regelaltersgrenze. Im Jahr 2024 waren es rund 1,1 Millionen Babyboomer, wie eine Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) auf Grundlage von Daten der Deutschen Rentenversicherung zeigt.
Von den Babyboomern, die ihre Regelaltersgrenze bereits erreicht haben, ging damit mehr als jeder Zweite vorzeitig in den Ruhestand. Beim Jahrgang 1957 lag der Anteil bei 51,2 Prozent. Für den Jahrgang 1958 zeichnet sich ein Anteil von 51,7 Prozent ab.
Renteneintrittsalter steigt langsamer als Regelaltersgrenze
Die Regelaltersgrenze wird seit 2012 schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben. Für den Jahrgang 1958 lag sie bei 66 Jahren und damit zwölf Monate höher als vor der Reform. Das durchschnittliche Rentenzugangsalter erhöhte sich laut IW jedoch nur um acht Monate.
Als Gründe nennt das Institut unter anderem die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren sowie den Wegfall der Hinzuverdienstgrenze im Jahr 2023. Frührentner können seitdem neben ihrer Rente unbegrenzt hinzuverdienen.
Die Alterssicherungskommission schlägt nach Angaben des IW vor, die abschlagsfreie Frührente abzuschaffen und einen vorzeitigen Renteneintritt mit Abschlägen auf höchstens drei Jahre vor der Regelaltersgrenze zu begrenzen. Bis 2029 werden weitere 6,4 Millionen Babyboomer ihre Regelaltersgrenze erreichen.





