
Leipzig, 1. Juli 2026 (JPD). Der Bundesgerichtshof hat einen weiteren Strafsenat am Standort Leipzig erhalten. Mit Wirkung zum 1. Juli 2026 errichtete Bundesjustizministerin Dr. Stefanie Hubig den neuen 7. Strafsenat des obersten deutschen Strafgerichts.
Der Senat ist gemeinsam mit dem bereits in Leipzig ansässigen 5. und 6. Strafsenat in der Villa Sack in der Karl-Heine-Straße untergebracht. Nach dem Beschluss des Präsidiums des Bundesgerichtshofs ist der 7. Strafsenat künftig für Revisionen in Strafsachen aus den Oberlandesgerichtsbezirken Bamberg, Bremen, Koblenz, Oldenburg, Schleswig und Stuttgart zuständig.
Den Vorsitz des neuen Senats übernimmt der Vorsitzende Richter am Bundesgerichtshof Dr. Berg. Neben ihm gehören dem 7. Strafsenat sechs weitere Richterinnen und Richter an. Damit versehen nun insgesamt 21 Richterinnen und Richter des Bundesgerichtshofs ihren Dienst in Leipzig.
Die Präsidentin des Bundesgerichtshofs, Bettina Limperg, begrüßte am 1. Juli 2026 die Mitglieder des neuen Senats sowie die in Leipzig tätigen Beschäftigten. Sie verwies darauf, dass mit der Errichtung des weiteren Strafsenats auf die zunehmende Belastung des Bundesgerichtshofs im Bereich der Strafsachen reagiert worden sei. Zugleich werde der Standort Leipzig und damit die Repräsentanz der obersten Bundesgerichte im Freistaat Sachsen weiter gestärkt.
Limperg hob außerdem hervor, dass die Unterbringung des neuen Senats in der Villa Sack nur durch eine Verdichtung der Arbeitsplätze möglich geworden sei. Damit seien jedoch die Grenzen des Wachstums am bisherigen Standort erreicht.





