Frauenanteil in Bundes-Führungspositionen seit 2015 deutlich gestiegen

Berlin, 29. Juni 2026 (JPD). Der Frauenanteil in Führungspositionen der Bundesverwaltung ist weiter gestiegen und liegt inzwischen bei 47 Prozent. Das teilte Bundesfrauenministerin Karin Prien am Montag unter Berufung auf die neuesten Zahlen für den öffentlichen Dienst des Bundes mit. Die gesetzlich angestrebte Zielmarke von 50 Prozent zum Stichtag 31. Dezember 2025 wurde damit knapp verfehlt.

Prien wertete die Entwicklung dennoch als wichtigen Fortschritt. Die Bundesverwaltung müsse als Arbeitgeberin ihrer Vorbildfunktion gerecht werden, erklärte die Ministerin. Die erreichten 47 Prozent seien „ein deutliches Zeichen für Gleichstellung“. Zugleich bleibe das Ziel der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen bestehen.

Nach Angaben des Ministeriums ist der Anteil von Frauen in Führungsfunktionen seit der Reform des Bundesgleichstellungsgesetzes deutlich gestiegen. Mit dem ersten Führungspositionen-Gesetz wurde das Bundesgleichstellungsgesetz im Jahr 2015 novelliert. Damals lag der Frauenanteil in Führungspositionen der Bundesverwaltung noch bei 33 Prozent.

Ziel des Gesetzes ist es, die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Bundesverwaltung voranzutreiben, bestehende Benachteiligungen aufgrund des Geschlechts zu beseitigen und künftige Benachteiligungen zu verhindern. Frauen sollen gleichberechtigt an Führungspositionen beteiligt werden. Zugleich soll die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf für alle Beschäftigten verbessert werden.

Mit dem zweiten Führungspositionen-Gesetz wurde das Ziel der gleichberechtigten Teilhabe im Jahr 2021 ausdrücklich im Bundesgleichstellungsgesetz verankert. Gemeint ist eine annähernd numerisch gleiche Besetzung von Führungspositionen über die verschiedenen Führungsebenen hinweg. Die Dienststellen des Bundes wurden verpflichtet, ihre Rahmenbedingungen entsprechend weiterzuentwickeln.

Das von allen Ressorts unterstützte Maßnahmenpaket „Plan FüPo 2025“ habe nach Angaben des Ministeriums als Instrumentenkasten für Gleichstellung in der Bundesverwaltung Wirkung gezeigt. Prien betonte, es gehe auch künftig darum, attraktive Arbeitsbedingungen zu sichern, die Frauen den Weg in Führungsverantwortung erleichtern und Beschäftigten die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf ermöglichen.

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