
Wiesbaden, 9. Oktober 2026 (JPD) – Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist im Juli 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,0 Prozent gestiegen. Insgesamt registrierten die Amtsgerichte 2.373 beantragte Unternehmensinsolvenzen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte.
Von Januar bis Juli 2026 wurden insgesamt 15.185 Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Das waren 6,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Forderungen der Gläubiger beliefen sich auf rund 21,9 Milliarden Euro, nach 31,8 Milliarden Euro im entsprechenden Zeitraum 2025.
Die höchste Insolvenzhäufigkeit verzeichnete der Wirtschaftsbereich Verkehr und Lagerei mit 85,5 Fällen je 10.000 Unternehmen. Es folgten das Gastgewerbe mit 70,0 und das Baugewerbe mit 62,9 Fällen.
Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen sank im Juli um 5,9 Prozent auf 7.111 Fälle. In den ersten sieben Monaten des Jahres stieg sie dagegen leicht um 1,0 Prozent auf 46.043 Fälle.
Destatis weist darauf hin, dass Insolvenzanträge erst nach einer ersten gerichtlichen Entscheidung statistisch erfasst werden. Die tatsächliche Antragstellung liegt häufig etwa drei Monate zurück.




