IWH: Firmenpleiten steigen im September wieder an

Halle (Saale), 8. Oktober 2026 (JPD) Die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften in Deutschland ist im September wieder gestiegen. Nach Angaben des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) wurden 1.666 Firmenpleiten registriert. Das waren neun Prozent mehr als im August und 13 Prozent mehr als im September 2025.

Im gesamten dritten Quartal wurden 4.880 Insolvenzen gezählt. Damit sank die Zahl gegenüber dem zweiten Quartal zwar um 2,3 Prozent, lag aber weiterhin auf dem zweithöchsten Stand seit 2005. Rund 41.000 Arbeitsplätze waren betroffen, zehn Prozent weniger als im Vorquartal.

Neue Höchststände seit Beginn der IWH-Erhebungen im Jahr 2020 verzeichnete das Institut unter anderem bei Finanz- und Versicherungsdienstleistungen, in der Informations- und Kommunikationsbranche sowie bei freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen.

Für Oktober rechnet das IWH weiterhin mit hohen Insolvenzzahlen. Zum Jahresende deuten die Frühindikatoren jedoch auf einen Rückgang hin.

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