
München, 17. Juli 2026 (JPD). Die Stimmung in der deutschen Reisebranche hat sich im Juni etwas eingetrübt. Der Geschäftsklimaindikator für Reisebüros und Reiseveranstalter sank von minus 30,3 Punkten im Mai auf minus 32,0 Punkte, wie das ifo Institut mitteilte. Im Februar hatte er noch bei minus 15,6 Punkten gelegen.
Nach Einschätzung des Instituts verunsicherte insbesondere die Eskalation des Iran-Konflikts viele Reisende. Aufgeschobene Buchungen könnten jedoch während der Sommerreisezeit kurzfristig nachgeholt werden.
Mittelmeerziele bleiben gefragt
Die Nachfrage nach Reisen in den Mittelmeerraum blieb überwiegend stabil oder nahm zu. Von Januar bis Mai stieg die Zahl der Flugreisenden aus Deutschland nach Griechenland um 3,6 Prozent, nach Kroatien um 4,2 Prozent und in die Türkei um 2,7 Prozent. Nach Italien betrug das Plus 1,0 Prozent, während die Passagierzahl nach Spanien nahezu unverändert blieb.
Insgesamt sank die Zahl der Flugreisenden um 0,2 Prozent. Nach Angaben des ifo Instituts verlieren vor allem Fernreiseziele derzeit an Attraktivität.
Zugleich gingen die Preiserwartungen der Reiseunternehmen im Juni deutlich zurück. Als Grund nannte das Institut gesunkene Preise für Flugkerosin. Flüge ins europäische Ausland verteuerten sich im ersten Halbjahr dennoch um 11,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.





