ROFU Kinderland schließt Sanierung erfolgreich ab – 1.150 Arbeitsplätze bleiben erhalten

Hoppstädten-Weiersbach, 27. Juli 2026 (JPD). Die ROFU Kinderland Spielwarenhandelsgesellschaft GmbH hat ihre Sanierung in Eigenverwaltung erfolgreich abgeschlossen. Das Amtsgericht Idar-Oberstein hob das Insolvenzverfahren auf, nachdem sämtliche Bedingungen des Insolvenzplans erfüllt worden waren.

Die Gläubigergruppen hatten dem gemeinsam mit den Restrukturierungsexperten von PLUTA erarbeiteten Insolvenzplan Ende Juni einstimmig zugestimmt. Der Plan sieht einen Vergleich mit den Gläubigern und die Übernahme des Geschäftsbetriebs sowie wesentlicher Vermögenswerte durch die Kids & School Holding GmbH vor.

ROFU Kinderland kann das Insolvenzverfahren damit zum 1. August 2026 auch rechtlich hinter sich lassen. Durch die Investorenlösung bleiben nach Unternehmensangaben rund 1.150 Arbeitsplätze erhalten.

Investor übernimmt Geschäftsbetrieb

Bereits im April hatte ROFU Kinderland eine Investorenvereinbarung mit der Kids & School Holding geschlossen. Nach der Zustimmung der Gläubiger konnte die Transaktion nun vollzogen werden.

Die geschäftsführenden Mitgesellschafter Achim Weniger und Bernd Stocker sollen das Unternehmen künftig eigenständig weiterführen. Der Investor will ROFU wirtschaftlich stabilisieren, Prozesse effizienter gestalten und die Marktposition des stationären Spielwarenhändlers stärken.

Im Mittelpunkt stehen nach Angaben des Unternehmens eine effizientere Bestands- und Flächensteuerung sowie der Ausbau strategischer Partnerschaften mit Lieferanten.

77 Filialen werden fortgeführt

Von den bisherigen Standorten werden 77 Filialen weiterbetrieben. 27 Filialen sind nicht Bestandteil des Erwerberkonzepts. Dort läuft noch bis Ende Juli ein Schluss- oder Abverkauf. Anschließend sollen die Standorte an die Vermieter zurückgegeben werden.

Die Unternehmenszentrale bleibt am bisherigen Hauptsitz in Hoppstädten-Weiersbach. Künftig sollen insgesamt rund 1.150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei ROFU beschäftigt sein.

Eigenverwaltung seit Januar

ROFU Kinderland befand sich seit dem 19. Januar 2026 in einem Eigenverwaltungsverfahren. Dabei blieb das Management im Amt und wurde von Sanierungsspezialisten unterstützt.

Marcus Katholing von der PLUTA Management GmbH war als Sanierungsgeschäftsführer tätig und setzte gemeinsam mit Geschäftsführer Michael Fuchs Restrukturierungsmaßnahmen um. Die insolvenzrechtliche Beratung verantwortete Rechtsanwalt Stefan Warmuth von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH. Das Amtsgericht Idar-Oberstein hatte Rechtsanwältin Annemarie Dhonau von der Kanzlei Schiebe und Collegen zur Sachwalterin bestellt.

Katholing und Fuchs werden zum Monatsende planmäßig aus der Geschäftsführung ausscheiden. Sachwalterin Dhonau erklärte, die Eigenverwaltung habe eine Lösung ermöglicht, die den Fortbestand des Unternehmens sichere und zugleich eine bestmögliche Befriedigung der Gläubiger ermögliche.

ROFU Kinderland ist seit mehr als 40 Jahren im Spielwarenhandel tätig und betreibt Filialen in sechs Bundesländern. Zum Sortiment gehören neben Spielwaren auch Kinderbücher, Schulbedarf, Bastelartikel, Puzzles und Gesellschaftsspiele.

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