Aktuelle Meldungen aus Politik, Wirtschaft und Justiz
Die Inflationsrate in Deutschland wird im Dezember 2024 voraussichtlich +2,6 % betragen. Gemessen wird sie als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, stiegen die Verbraucherpreise gegenüber November 2024 um 0,4 %.
Die USA sind mit einem Anteil von 8 Prozent (2023) der drittwichtigste Exportmarkt für Schleswig-Holstein. Ein drohender handelspolitischer Kurswechsel der neuen US-Regierung sollte für Entscheidungsträger in Schleswig-Holstein daher Grund zur Sorge sein und Anlass, ein Freihandelsabkommen mit den USA aktiv zu unterstützen – zumal einzelne Branchen deutlich stärker vom US-Geschäft abhängig sind und noch großes, ungenutztes Handelspotenzial mit den USA besteht. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Analyse des IfW Kiel.
Das vergangene Jahr war bezogen auf die Spritpreise insgesamt etwas erfreulicher für die Verbraucher als 2023. Das zeigt der Rückblick des ADAC auf die Kraftstoffpreise 2024. Demnach kostete ein Liter Super E10 2024 durchschnittlich 1,739 Euro, Diesel lag im Jahresschnitt bei 1,649 Euro je Liter. Nach den Rekordjahren 2022 und 2023 sortiert sich 2024 damit als drittteuerstes Tankjahr ein.
Der Festzinssatz für die jüngste Hauptrefinanzierungsoperation der Europäischen Zentralbank am 30. Dezember 2024 beträgt 3,15 % und ist damit seit dem für die letzte Änderung des Basiszinssatzes maßgeblichen Zeitpunkt am 1. Juli 2024 um 1,10 Prozentpunkte gesunken.
Zum Jahreswechsel befragt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) traditionell Branchenverbände nach der aktuellen Lage, den Aussichten, nach geplanten Investitionen und Jobchancen. Diesmal ist die Stimmung in den meisten Branchen schlecht – und auch für 2025 gibt es wenig Hoffnung.
Zum vierten Mal in Folge haben Deutschlands Banken ihre durchschnittliche Eigenkapitalrendite nach Steuern gesteigert. Mit 6,1 Prozent erreichte sie 2023 den höchsten Wert seit fünfzehn Jahren. In der zehnten Auflage ihrer Studie zur Lage der deutschen Kreditwirtschaft „Deutschlands Banken 2024: Rendite steigt – zur Aufholjagd bereit?“ analysiert die internationale Unternehmensberatung Bain & Company die jüngsten Entwicklungen.
Die Immobilienpreise in Deutschland sind im laufenden Jahr erneut gesunken: In über 150 Städten waren Baugrundstücke, Eigenheime und Eigentumswohnungen im Durchschnitt um nominal fünf Prozent günstiger als vor einem Jahr. Die Mieten stiegen hingegen weiter, und zwar um nominal vier Prozent. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin).
Die Importpreise waren im November 2024 um 0,6 % höher als im November 2023. Im Oktober 2024 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei -0,8 % gelegen, im September 2024 bei -1,3 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Einfuhrpreise im November 2024 gegenüber dem Vormonat Oktober 2024 um 0,9 %.
Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Oktober 2024 gegenüber September 2024 kalender- und saisonbereinigt um 5,6 % gestiegen. Dabei nahm der Auftragseingang sowohl im Tiefbau als auch im Hochbau um jeweils 5,6 % zu.
Es befindet sich keine Hochschule aus einem EU-Mitgliedstaat unter den 50 weltweit führenden Patenthochschulen, die von den USA und China dominiert werden. Dies geht aus einer RETHINK-GSC-Studie hervor, einem europäischen Forschungsprojekt unter der Leitung des IfW Kiel.
Das Bundeskartellamt hat den geplanten Erwerb der Altair Engineering (Altair) durch Siemens freigegeben. Beide Unternehmen bieten im Bereich des sog. Product Lifecycle Management (PLM) diverse Softwarelösungen für das Design und die Verifizierung von Produkten an, unter anderem im Zusammenhang mit Simulationen und Analysen im Kontext der sog. rechnergestützten Entwicklung (computer-aided engineering, CAE).
Das Bundeskartellamt hat das Vorhaben der Ipsos Dach Holding AG freigegeben, sämtliche Anteile an der infas Holding AG zu erwerben.
Das ifo Geschäftsklima im Einzelhandel ist im Dezember leicht gesunken. Das geht aus den aktuellen ifo-Umfragen hervor. Der Indikator ging im laufenden Weihnachtsgeschäft auf minus 23,0 Punkte zurück, nach minus 22,2 Punkten im November. Die Einzelhändler beurteilen ihre aktuelle Lage etwas schlechter als im November.
Die deutschen Exporte in die Staaten außerhalb der Europäischen Union (Drittstaaten) sind im November 2024 gegenüber Oktober 2024 kalender- und saisonbereinigt um 5,5 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, wurden im November 2024 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 58,7 Milliarden Euro dorthin exportiert.
Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte waren im November 2024 um 0,1 % höher als im November 2023. Dies ist der erste Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat seit Juni 2023 (+1,2 % gegenüber Juni 2022).
Die Preise für Wohnimmobilien (Häuserpreisindex) in Deutschland sind im 3. Quartal 2024 gegenüber dem 3. Quartal 2023 um durchschnittlich 0,7 % gesunken. Im 2. Quartal 2024 lag der Rückgang gegenüber dem Vorjahresquartal noch bei 2,5 %. Gegenüber dem Vorquartal sind die Preise für Wohnimmobilien um 0,3 % gestiegen und damit weniger stark als im 2. Quartal 2024 (+1,5 %).
Laut einer neuen Bevölkerungsprognose des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) wandern bis 2040 rund 4,8 Millionen Personen im erwerbsfähigen Alter nach Deutschland ein. Das stärkt insbesondere den deutschen Arbeitsmarkt.
Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) liegt im Dezember bei 86,4 Punkten und hat sich damit gegenüber November um 2,7 Punkte erhöht. Der Barometerwert liegt aber weiterhin deutlich unter der neutralen 100-Punkte-Marke, die ein durchschnittliches Wachstum anzeigt. Somit schließt die deutsche Wirtschaft das Jahr trotz dieses kleinen Lichtblicks schwach ab. Im vierten Quartal 2024 dürfte die Wirtschaftsleistung wohl leicht zurückgegangen sein. Die Binnennachfrage schwächelt und auch von den Exporten kommt kein Schub. Zudem sind die innen- und außenpolitischen Unsicherheiten hoch. Nach dem Ampel-Aus wird Deutschland frühestens im Frühjahr eine neue Regierung haben.