Aktuelle Meldungen aus Politik, Wirtschaft und Justiz
Die Deutsche Bundesbank hat im ersten Halbjahr 2025 in Deutschland rund 36.600 falsche Euro-Banknoten im Nennwert von knapp 2,1 Millionen Euro aus dem Verkehr gezogen. Die Anzahl der Fälschungen stieg gegenüber dem zweiten Halbjahr 2024 um 8 Prozent.
Die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland hat sich etwas verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex stieg im Juli auf 88,6 Punkte, nach 88,4 Punkten im Juni. Die Unternehmen zeigten sich etwas zufriedener mit den laufenden Geschäften. Ihre Erwartungen blieben hingegen nahezu unverändert.
Der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ging im Mai 2025 gegenüber dem Vormonat leicht zurück, wobei der Hochbau deutlich einbrach und der Tiefbau stark zulegte. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen Auftragseingang, Umsatz und Beschäftigtenzahl insgesamt spürbar an.
Jedes dritte der vom ifo Institut befragten Industrie-Unternehmen rechnet mit einer Verschiebung globaler Handelsbeziehungen weg von den USA; nur 17 Prozent erwarten eine Zunahme. Mehr als 60 Prozent berichten über negative Auswirkungen der seit Januar eingeführten US-Zölle. Besonders betroffen sind exportstarke Branchen wie der Maschinenbau (87 Prozent) und die Metallerzeugung (68 Prozent).
Das Bundeskartellamt hat die Übernahme der Wurth Pflanzenschutz GmbH durch die ZG Raiffeisen eG genehmigt, da auch nach dem Zusammenschluss ausreichend Wettbewerb im regionalen Agrarhandel besteht. Anders als 2009 sieht die Behörde heute keine marktbeherrschende Stellung mehr, da zahlreiche starke Wettbewerber vorhanden sind.
Rund 4,4 Millionen Beschäftigte in Deutschland leisteten 2024 regelmäßig Überstunden – Männer etwas häufiger als Frauen, am meisten in der Finanz- und Energiebranche. Der Großteil der Mehrarbeit wurde über Arbeitszeitkonten ausgeglichen, doch jede fünfte betroffene Person arbeitete ohne Bezahlung länger.
Trotz leicht gestiegener Einnahmen gingen die durchschnittlichen Reinerträge von Arztpraxen in Deutschland 2023 um 6,3 % zurück, während Zahnarztpraxen deutliche Zuwächse verzeichneten und psychotherapeutische Praxen Rückgänge bei Einnahmen und Personal meldeten. Die Kosten stiegen in den meisten Bereichen überproportional zu den Einnahmen, was die wirtschaftliche Situation vieler Praxen belastete.
Ökonomen in Europa rechnen bis Ende des Jahres mit einem deutlich erhöhten Zollniveau auf Importe aus den USA. Das zeigt eine neue internationale Befragung des ifo Instituts von Wirtschaftsexperten im Rahmen des Economic Experts Survey (EES). Im Durchschnitt erwarten sie, dass die Zölle auf US-Produkte bei 18 Prozent liegen werden.
Die Preise für Angebotsmieten in deutschen Städten sind im zweiten Quartal dieses Jahres nur noch leicht gestiegen: Der Zuwachs lag sogar unterhalb der allgemeinen Teuerungsrate. Zugleich sank die Dauer, für die Wohnungsinserate online sind, deutlich – was für eine sehr hohe Nachfrage und schnelle Neuvermietungen spricht. Das zeigt das jüngste Update des vom Kiel Institut für Weltwirtschaft veröffentlichten GREIX-Mietpreisindex. Dabei werden die Angebotsmietpreise für Wohnungen auf Basis der VALUE Marktdatenbank in 20 deutschen Städten und Regionen ausgewertet.
Zum Schulstart im Sommer 2025 sind die Preise für Schulmaterialien gestiegen, besonders bei Schul- und Lehrbüchern mit einem Plus von 3,8 %. Andere Artikel wie Hefte oder Stifte verteuerten sich nur geringfügig oder unterdurchschnittlich im Vergleich zur allgemeinen Inflationsrate.
Laut aktuellem DIHK-Report droht in Deutschland ein dramatischer Mangel an Unternehmensnachfolgen: Mehr als die Hälfte aller Betriebsübergaben könnte scheitern, bis zu 250.000 Betriebe stehen auf der Kippe. Besonders betroffen sind Gastgewerbe, Handel und Verkehr – viele gesunde Betriebe drohen zu schließen, weil geeignete Nachfolger fehlen.
Die neue Bundesregierung hat nach Ansicht von ifo Präsident Clemens Fuest wichtige Weichen für die Sicherheitspolitik gestellt, in anderen Feldern aber noch Nachbesserungsbedarf. „Die Schwarz-Rote Koalition hat durch die Reform der Schuldenbremse Spielraum für hohe kreditfinanzierte Rüstungsausgaben geschaffen“, sagt Fuest. Dieses Geld so auszugeben, dass Deutschland den notwendigen Beitrag zur Sicherung des Friedens leisten kann, sei allerdings keine leichte Aufgabe.
Das Gastgewerbe in Deutschland hat im Mai 2025 sowohl im Vergleich zum Vormonat als auch zum Vorjahr deutliche reale Umsatzrückgänge verzeichnet. Besonders betroffen waren Hotels mit einem realen Minus von 7 % zum April sowie die Gastronomie mit einem realen Rückgang von 4,9 % zum Vorjahresmonat.
Mehr als die Hälfte der Unternehmen in Deutschland sehen den Fachkräftemangel als größte Herausforderung bei der Personalplanung – besonders betroffen sind Berufe mit abgeschlossener Ausbildung. Bewerber befinden sich laut aktueller Randstad-ifo-Umfrage zunehmend in einer stärkeren Verhandlungsposition, während der Stellenabbau nur eine untergeordnete Rolle spielt.
Im Mai 2025 wurden in Deutschland 16 800 Wohnungen genehmigt, 5,3 % weniger als im Vorjahresmonat. Im Zeitraum Januar bis Mai 2025 stieg die Zahl der Baugenehmigungen insgesamt leicht um 1,9 %, insbesondere durch einen kräftigen Zuwachs bei Einfamilienhäusern (+14,3 %).
Von Januar bis Mai 2025 wurden 1,5 Millionen neue Pkw im Wert von knapp 58 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert, ein leichter Zuwachs gegenüber dem Vorjahr. Besonders deutlich stiegen die Ausfuhren von Elektroautos (+25,3 %), während Exporte klassischer Verbrenner rückläufig waren.
Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im Juni 2025 um 1,3 % unter dem Vorjahresniveau, vor allem wegen gesunkener Energiepreise. Gegenüber Mai 2025 stiegen die Preise leicht um 0,1 %, wobei insbesondere Verbrauchs- und Investitionsgüter teurer wurden.
Eine neue Studie des ifo Instituts warnt vor ineffizientem Einsatz staatlicher Mittel beim Breitbandausbau und fordert eine gezieltere Förderung. Demnach hätte in 90 % der geförderten Fälle die Zahlungsbereitschaft der Haushalte ausgereicht, um den Ausbau privat zu finanzieren.