Aktuelle Meldungen aus Politik, Wirtschaft und Justiz
Der Geschäftsklimaindex der deutschen Autoindustrie hat sich im Juli deutlich verbessert, bleibt aber weiterhin im negativen Bereich. Trotz vorsichtigem Optimismus bei Erwartungen und Exporten bleibt die Lage angespannt – vor allem wegen der weiterhin hohen US-Zölle.
Trotz gestiegener Eispreise ist Speiseeis für die meisten Deutschen weiterhin erschwinglich, da die Nettolöhne mit der Preisentwicklung größtenteils Schritt gehalten haben. Laut einer IW-Studie kostet ein Magnum-Eis heute im Schnitt knapp sieben Minuten Arbeitszeit – ähnlich viel wie vor Jahren.
Laut einer aktuellen Auswertung des ADAC haben sich die Kraftstoffpreise im Juli unterschiedlich entwickelt. Für einen Liter Super E10 mussten Autofahrerinnen und Autofahrer im Juli durchschnittlich 1,674 Euro zahlen. Der Preis für Diesel lag dagegen im Schnitt bei 1,617 Euro je Liter und damit um 3,2 Cent höher als noch im Juni.
Die Inflationsrate in Deutschland liegt im Juli 2025 voraussichtlich bei 2,0 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Preise steigen gegenüber Juni leicht um 0,3 %, während die Kerninflation weiterhin bei 2,7 % liegt.
Im Juni 2025 lagen die Importpreise um 1,4 % unter dem Vorjahreswert, was vor allem auf deutlich gesunkene Energiepreise zurückzuführen ist. Die Exportpreise stiegen im Jahresvergleich um 0,7 %, gingen jedoch gegenüber dem Vormonat leicht zurück.
Tanken ist aktuell etwas preiswerter als vor einer Woche, während gleichzeitig der Ölpreis als ein wesentlicher Faktor für die Höhe der Spritpreise leicht gestiegen ist und auch der Euro etwas schwächer notiert. Das zeigt die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland.
Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) sinkt im Juli leicht und liegt nun bei 92,3 Punkten – das ist knapp ein Punkt weniger als im Juni. Damals erreichte der Barometerwert ein Zwei-Jahres-Hoch. Nun entfernt er sich wieder etwas von der neutralen 100-Punkte-Marke, die ein durchschnittliches Wachstum der deutschen Wirtschaft anzeigt. „Die konjunkturelle Belebung der deutschen Wirtschaft verläuft wie erwartet holprig“, sagt DIW-Konjunkturchefin Geraldine Dany-Knedlik.
Das Bruttoinlandsprodukt ist im 2. Quartal 2025 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,1 % gegenüber dem Vorquartal gesunken, nachdem es zum Jahresbeginn noch ein Plus von 0,3 % verzeichnet hatte. Im Vorjahresvergleich blieb die Wirtschaftsleistung preisbereinigt unverändert, preis- und kalenderbereinigt lag sie 0,4 % höher.
Der Einzelhandelsumsatz in Deutschland ist im Juni 2025 gegenüber Mai 2025 kalender- und saisonbereinigt real um 1,0 % und nominal um 0,8 % gestiegen; im Vorjahresvergleich ergibt sich ein deutliches Plus von real 4,9 %. Besonders stark entwickelte sich der Internet- und Versandhandel mit einem realen Umsatzanstieg von 9,0 % zum Vormonat und 20,4 % zum Vorjahr.
Die Materialknappheit bei den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen hat im Juli spürbar zugenommen. In einer aktuellen Umfrage des ifo Instituts meldeten 12,7 Prozent der befragten Unternehmen Engpässe – nach nur 5,7 Prozent im April.
Im zweiten Quartal 2025 sind die Immobilienpreise in Deutschland erneut gestiegen, insbesondere bei Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern. Die Mieten zogen zwar ebenfalls an, entwickelten sich jedoch erstmals seit Jahren langsamer als die Kaufpreise. Im zweiten Quartal 2025 zeigten sich nach einer Phase des Rückgangs der Preise wieder Preissteigerungen auf dem deutschen Markt für Wohneigentum. So kosteten
Zum Jahresende 2024 betrug die öffentliche Verschuldung in Deutschland 2 510,5 Milliarden Euro – ein Anstieg um 2,6 % gegenüber dem Vorjahr; die Pro-Kopf-Verschuldung lag bei 30 062 Euro. Während alle staatlichen Ebenen höhere Schulden verzeichneten, stiegen insbesondere die kommunalen Schulden deutlich um 10,3 %.
Die energiebedingten CO₂-Emissionen in Deutschland sind seit 2010 um knapp 30 % gesunken, insbesondere durch Rückgänge in der Energieversorgung und bei privaten Haushalten. Während sich die Emissionen aus Kohle halbierten, stagniert der Straßenverkehr seit 2020 auf hohem Niveau.
Die Unternehmen in Deutschland bauen weiterhin Stellen ab, wenn auch seltener als im Vormonat. Das ifo Beschäftigungsbarometer stieg im Juli leicht auf 94,0 Punkte, nach 93,7 Punkten im Juni. „Von einem Aufschwung am Arbeitsmarkt sind wir noch deutlich entfernt“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen.
Die Zahl der fertiggestellten Wohngebäude in Fertigteilbauweise ist 2024 um 15,5 % gesunken, blieb damit aber stabiler als der konventionelle Neubau, der einen Rückgang von 23 % verzeichnete. Besonders betroffen sind Ein- und Zweifamilienhäuser, während Wohnheime im Fertigteilbau deutlich zulegten.
Die Menge gefährlicher Abfälle in Deutschland sank 2023 auf 22,5 Millionen Tonnen und erreichte damit den niedrigsten Stand seit 2015. Hauptverursacher bleiben Bau- und Abbruchsektor sowie die Wasser- und Abfallwirtschaft, die zusammen über 60 % des Gesamtaufkommens ausmachen.
Die ifo Exporterwartungen haben sich im Juli deutlich verbessert und liegen nur noch knapp im negativen Bereich. Während einige Branchen wie die Elektroausrüster und die Lebensmittelindustrie optimistisch in die Zukunft blicken, bleibt die Unsicherheit in anderen Bereichen wie der Metall- und Elektronikindustrie spürbar.
Die Deutsche Bundesbank hat im ersten Halbjahr 2025 in Deutschland rund 36.600 falsche Euro-Banknoten im Nennwert von knapp 2,1 Millionen Euro aus dem Verkehr gezogen. Die Anzahl der Fälschungen stieg gegenüber dem zweiten Halbjahr 2024 um 8 Prozent.