Aktuelle Meldungen aus Politik, Wirtschaft und Justiz
Das Gastgewerbe in Deutschland hat im 1. Halbjahr 2025 preisbereinigt 3,7 % weniger umgesetzt als im Vorjahreszeitraum; sowohl Beherbergung als auch Gastronomie verzeichneten Rückgänge. Im Juni 2025 verschärfte sich der Abwärtstrend mit deutlichen Umsatzverlusten gegenüber dem Vormonat und dem Vorjahresmonat.
Viele Selbständige sind nicht sicher, dass ihre Altersvorsorge den aktuellen Lebensstandard im Ruhestand sichert. Das ergab eine Befragung des ifo Instituts. 46 Prozent der Soloselbständigen und Kleinstunternehmenden schätzen ihre Vorsorge als ausreichend ein. Knapp ein Drittel (32 Prozent) hält die eigene Altersvorsorge für nicht ausreichend, weitere 22 Prozent sind unsicher. „Die Antworten unterstreichen die Bedeutung einer gezielten Altersvorsorgestrategie bei Selbständigen, auch wenn viele Selbständige umfangreich und eigenverantwortlich vorsorgen“, sagt ifo Fachexpertin Katrin Demmelhuber.
Der preisbereinigte Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe blieb im Juni 2025 gegenüber dem Vormonat unverändert, lag jedoch 5,1 % über dem Vorjahreswert. Während etwa der Fahrzeugbau zulegte, verzeichneten Maschinenbau und Automobilindustrie Rückgänge; die Reichweite der Aufträge stieg leicht auf 7,9 Monate.
Die zunehmende Trockenheit in der Landwirtschaft führt zu einem starken Anstieg des Sojaanbaus: Seit 2016 wuchs die Anbaufläche um 156,8 % auf 40.500 Hektar. Parallel setzen immer mehr Betriebe auf Bewässerungstechniken wie Tröpfchenbewässerung, während die potenziell bewässerbare Fläche seit 2009 um knapp ein Viertel zunahm.
Ökonominnen und Ökonomen weltweit erwarten ein anhaltend hohes Niveau der Inflationsraten. Das geht aus dem Economic Experts Survey hervor, einer vierteljährlichen Expertenumfrage des ifo Instituts. Für 2025 rechnen die befragten Volkswirte mit einer globalen Rate von durchschnittlich 4,0 Prozent, was den Erwartungen des Vorquartals entspricht.
Im Juni 2025 wurden in Deutschland 19 000 Wohnungen genehmigt, 7,9 % mehr als im Vorjahr. Im 1. Halbjahr 2025 gab es insgesamt 110 000 Baugenehmigungen, wobei nur die Einfamilienhäuser deutliche Zuwächse verzeichneten.
Die Sozialhilfeträger in Deutschland gaben 2024 insgesamt 20,2 Milliarden Euro nach SGB XII aus, ein Anstieg um 14,8 % gegenüber dem Vorjahr. Auch die Eingliederungshilfe nach SGB IX verzeichnete mit 28,7 Milliarden Euro einen deutlichen Zuwachs von 12,9 %.
Im 1. Halbjahr 2025 wurden in Deutschland 9,4 % mehr größere Betriebe gegründet als im Vorjahreszeitraum, während die Zahl der entsprechenden Betriebsaufgaben um 6,6 % stieg. Insgesamt gab es 325 300 Neugründungen und 246 900 vollständige Gewerbeaufgaben.
Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte lagen im Juni 2025 um 1,1 % unter dem Vorjahresniveau, nachdem sie im Mai noch gestiegen waren. Während pflanzliche Erzeugnisse deutlich günstiger wurden (−20 %, insbesondere Speisekartoffeln), verteuerten sich tierische Erzeugnisse um 12,7 %.
Degressive Abschreibungen, wie sie derzeit im Rahmen des Investitionsboosters möglich sind, sollten unbefristet eingeführt werden. Das ist ein Ergebnis einer aktuellen Studie des ifo Instituts.
Der Dieselpreis ist im Wochenverlauf auf den niedrigsten Stand seit gut zwei Monaten gesunken, steht aber nach Einschätzung des ADAC immer noch um einiges zu hoch. Wie die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland zeigt, kostet ein Liter Diesel im bundesweiten Mittel 1,583 Euro – das ist ein Minus von 2,2 Cent im Vergleich zur vergangenen Woche. Ein Liter Super E10 ist um 0,5 Cent billiger und kostet derzeit im Schnitt 1,663 Euro.
Das Bundeskartellamt hat entschieden, dass der geplante Erwerb einer Minderheitsbeteiligung von unter 25 Prozent der Techem-Gruppe durch TPG nicht fusionskontrollpflichtig ist. Ein wettbewerblich erheblicher Einfluss durch TPG konnte im Einzelfall nicht festgestellt werden.
Die Inflationsrate in Deutschland lag im Juli 2025 wie im Vormonat bei 2,0 %, getrieben vor allem durch steigende Dienstleistungspreise, während Energie weiterhin günstiger war. Ohne Energie und Nahrungsmittel betrug die Kerninflation 2,7 %, was auf anhaltenden Preisdruck in anderen Güterbereichen hinweist.
Die Großhandelspreise lagen im Juli 2025 um 0,5 % über dem Vorjahreswert, sanken jedoch leicht um 0,1 % gegenüber Juni 2025. Besonders verteuerten sich Nahrungs- und Genussmittel sowie Nicht-Eisen-Metalle, während Preise für Brennstoffe, Altmaterial und IT-Geräte fielen.
Der Anstieg der Immobilienpreise in Deutschland setzte sich auch im zweiten Quartal 2025 fort: Der Immobilienpreisindex des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 3,9 % auf 182,4 Punkte. Gegenüber dem ersten Quartal dieses Jahres belief sich das Plus auf 1,0 %.
Mit Blick auf heiße Sommer wächst der Bedarf an Klimaanlagen und -geräten. Die Produktion von Klimageräten in Deutschland ist in den letzten fünf Jahren um 75,1 % auf rund 317 000 Stück im Jahr 2024 gestiegen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt.
Laut einer ifo-Umfrage meldete im Juli rund jedes vierte Industrieunternehmen in Deutschland einen Wettbewerbsrückgang gegenüber Nicht-EU-Ländern, besonders stark im Maschinenbau. Auch innerhalb der EU bleibt die Lage angespannt, während nur die Automobilbranche eine spürbare Entlastung verzeichnet.
Die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen stieg im Juli 2025 um 19,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat und erreichte damit den höchsten Zuwachs seit Oktober 2024. Auch im Mai 2025 gab es mehr Unternehmens- (+5,3 %) und Verbraucherinsolvenzen (+16,1 %), besonders betroffen waren Verkehr und Lagerei, Bau- sowie Gastgewerbe.