Aktuelle Meldungen aus Politik, Wirtschaft und Justiz
Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) sinkt im August leicht auf 92 Punkte. Es ist der zweite Rückgang in Folge, nachdem das Barometer im Juni noch ein Zwei-Jahres-Hoch erreicht hatte. Der Barometerwert entfernt sich damit weiter von der neutralen 100-Punkte-Marke, die ein durchschnittliches Wachstum der deutschen Wirtschaft anzeigt. „Die Erholung der deutschen Wirtschaft ist derzeit ein äußerst zartes Pflänzchen“, sagt DIW-Konjunkturchefin Geraldine Dany-Knedlik.
Nach dem Abwärtstrend bei den Spritpreisen in den letzten Wochen sind die Preise zuletzt wieder nach oben gegangen. Laut aktueller ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise an mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland ist der Preis für einen Liter Super E10 binnen Wochenfrist um 0,8 Cent gestiegen und liegt jetzt bei durchschnittlich 1,658 Euro. Diesel hat sich sogar um 1,3 Cent verteuert und kostet aktuell 1,572 Euro.
München, 27. August 2025 – Die Unternehmen in Deutschland bauen wieder verstärkt Arbeitsplätze ab. Das ifo Beschäftigungsbarometer sank im August leicht auf 93,8 Punkte, nach 94,0 Punkten im Juli. „Der Arbeitsmarkt kommt nicht aus der Krise“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen.
Die Exporterwartungen der deutschen Industrie sind im August auf minus 3,6 Punkte gefallen. Vor allem Nahrungsmittelproduzenten und Metallverarbeiter rechnen mit rückläufigen Auslandsumsätzen, während Chemie- und Möbelindustrie leichte Zuwächse erwarten.
Auszubildende in Deutschland verdienten im April 2024 durchschnittlich 1 238 Euro brutto im Monat. Besonders hoch war die Vergütung in Gesundheits- und Pflegeberufen sowie in großen Unternehmen, während Azubis in Künstlerberufen und Kleinbetrieben deutlich weniger erhielten.
Die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland hat sich leicht aufgehellt. Der ifo Geschäftsklimaindex stieg im August auf 89,0 Punkte, nach 88,6 Punkten im Juli. Der Anstieg war auf verbesserte Erwartungen der Unternehmen zurückzuführen. Die aktuelle Lage wurde hingegen geringfügig schlechter eingeschätzt. Die Erholung der deutschen Wirtschaft bleibt schwach.
Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist im Juni 2025 leicht zurückgegangen, liegt aber über dem Vorjahreswert. Im ersten Halbjahr verzeichnete die Branche sowohl bei den Aufträgen als auch beim Umsatz ein Plus. Auch die Beschäftigung hat leicht zugenommen.
Das BIP in Deutschland sank im zweiten Quartal 2025 um 0,3 Prozent und fiel damit schwächer aus als zunächst gemeldet. Treiber des Rückgangs waren die Industrie und das Baugewerbe, während der Konsum nur leicht zulegte. Im europäischen Vergleich hinkt die deutsche Wirtschaft deutlich hinterher.
Das staatliche Defizit verringerte sich im ersten Halbjahr 2025 deutlich auf 28,9 Milliarden Euro. Höhere Sozialbeiträge und Steuereinnahmen standen steigenden Sozialleistungen, Löhnen im öffentlichen Dienst und Zinsausgaben gegenüber. Vor allem die Gemeinden belasteten die Bilanz, während Sozialversicherungen einen Überschuss erwirtschafteten.
Die Bauwirtschaft zeigt im Juli leichte Erholungstendenzen: Geschäftsklima und Auftragslage verbesserten sich, auch die Stornierungen gingen zurück. Das ifo-Institut sieht jedoch weiterhin eine hohe Unzufriedenheit und mahnt strukturelle Verbesserungen an.
Die Gemeinden in Deutschland haben 2024 mit 75,3 Milliarden Euro erneut Rekordeinnahmen aus der Gewerbesteuer erzielt, ein leichtes Plus von 0,2 Prozent. Regional zeigt sich ein gemischtes Bild: Während Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Bremen deutliche Zuwächse verzeichneten, gab es in vielen Ländern Rückgänge. Insgesamt stiegen die Einnahmen aus Grund- und Gewerbesteuer um 0,8 Prozent auf 91,4 Milliarden Euro.
Der Fachkräftemangel in Deutschland hat sich nach der jüngsten ifo-Umfrage weiter verschärft. 28,1 Prozent der Unternehmen berichten von Engpässen, besonders betroffen sind Logistik sowie Rechts- und Steuerberatung. In der Industrie steigt der Anteil leicht, im Automobilsektor dagegen sinkt er deutlich.
Die Rohstahlproduktion in Deutschland ist weiterhin rückläufig. So sank die Erzeugung im Juli 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 13,7 Prozent auf rund 2,7 Millionen Tonnen. Dies teilt die WV Stahl mit.
Knapp 10 Prozent aller Importe nach Deutschland kommen über den Seeweg über das Rote Meer (Suezkanal und Straße von Bab al-Mandab). Dies entspricht einem Handelsvolumen von 136 Milliarden Euro im Jahr 2023. Das zeigt eine neue Studie des ifo Instituts im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums. „Auf dem Seeweg über das Rote Meer kommen verschiedene kritische Rohstoffe oder wichtige Vorprodukte für die Industrie nach Deutschland“, sagt ifo Handelsexpertin Lisandra Flach.
Die Kraftstoffpreise sind im Vergleich zur vergangenen Woche spürbar gesunken, wobei vor allem der Dieselpreis deutlich nachgegeben hat. Die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland zeigt, dass der Preis für einen Liter Super E10 binnen Wochenfrist um 1,3 Cent zurückgegangen ist und jetzt bei durchschnittlich 1,650 Euro liegt.
BONN, 20. August 2025 (JPD) – Das Bundeskartellamt hat die Übernahme der Zeitschriften „Gala“ und „Brigitte“ sowie des Digitaltitels „Eltern“ durch die FUNKE Mediengruppe genehmigt. Die Printwerbevermarktung der Titel bleibt unabhängig über die Ad Alliance.
WIESBADEN, 20. August (JPD) – Die deutschen Exporte lagen im 1. Halbjahr 2025 mit 786,0 Milliarden Euro nahezu auf Vorjahresniveau und sanken damit um 0,1 Prozent, während die Importe auf 682,0 Milliarden Euro zulegten (+4,4 %). Der Außenhandelssaldo fiel um 22,2 Prozent auf 104,0 Milliarden Euro; die größten Überschüsse wurden im Handel mit Kraftfahrzeugen, Maschinen sowie den Vereinigten Staaten erzielt, während aus China mehr Waren nach Deutschland importiert wurden als exportiert.
Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im Juli 2025 um 1,5 % unter dem Vorjahreswert, maßgeblich bedingt durch sinkende Energiepreise. Ohne Energie stiegen die Preise dagegen um 1,0 %, während Investitions- und Verbrauchsgüter teurer wurden.