Aktuelle Meldungen aus Politik, Wirtschaft und Justiz
Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe sind im Juli deutlich gesunken – vor allem wegen Einbrüchen im Fahrzeugbau. Ohne Großaufträge zeigt sich jedoch ein positiver Trend. Parallel dazu konnten die Umsätze der Branche zulegen.
Eine Studie des ADAC zeigt: Der Diesel ist auf dem deutschen Automarkt stark zurückgegangen und spielt vor allem bei Kleinwagen keine Rolle mehr. Dennoch bleibt er bei bestimmten Fahrzeugtypen wie Kleinbussen gefragt.
Die Herbstprognose des IfW Kiel zeigt: Die deutsche Wirtschaft tritt 2025 nahezu auf der Stelle. Zwar sorgen höhere Staatsausgaben für leichte Impulse, doch ein selbsttragender Aufschwung bleibt aus. Belastungen kommen von schwachen Exporten, der Konkurrenz aus China und steigenden Staatsschulden.
Das ifo Institut blickt pessimistischer auf die deutsche Konjunktur: Für 2025 wird nur noch ein Wachstum von 0,2 Prozent erwartet. Neben den US-Zöllen dämpft auch die schwache Wirkung der Regierungsmaßnahmen die Aussichten, während sich auf dem Arbeitsmarkt eine vorübergehende Verschlechterung abzeichnet.
Der deutsche Dienstleistungssektor hat im ersten Halbjahr 2025 ein leichtes Umsatzplus erzielt. Während Information und Kommunikation deutlich zulegen konnten, mussten andere Bereiche wie die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen Rückgänge hinnehmen.
Immer mehr im Ausland erworbene Berufsabschlüsse werden in Deutschland anerkannt. 2024 erreichte die Zahl der positiven Bescheide einen neuen Höchststand, besonders stark vertreten sind Pflegekräfte und Ärztinnen sowie Qualifikationen aus der Türkei und der Ukraine.
Die Preise an den Zapfsäulen haben sich im Vergleich zur Vorwoche nur marginal verändert. Während auf Basis der Kraftstoffpreise von mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland der Preis von Super E10 im bundesweiten Durchschnitt um 0,3 Cent je Liter gefallen ist, hat sich Diesel im Wochenvergleich um 0,1 Cent leicht verteuert.
Die festgesetzte Erbschaft- und Schenkungsteuer in Deutschland ist 2024 um 12,3 Prozent auf einen Rekordwert von 13,3 Milliarden Euro gestiegen. Während Erbschaften leicht zunahmen, gingen Schenkungen deutlich zurück, insbesondere beim Betriebsvermögen und bei Anteilen an Kapitalgesellschaften. Steuerbegünstigungen nach § 13a ErbStG sanken deutlich.
Die Stimmung in der deutschen Autoindustrie hat sich im August erneut verbessert, bleibt aber im negativen Bereich. Vor allem die Nachfrage nach Elektroautos und gestiegene Aufträge aus der Eurozone hellen die Lage auf, während die neuen US-Zölle die Exportaussichten belasten.
Im August haben 24,4 Prozent aller Beschäftigten in Deutschland zumindest teilweise von zu Hause gearbeitet. Das geht aus der jüngsten ifo Konjunkturumfrage hervor. „Die Homeoffice-Quote liegt seit 2022 recht stabil bei einem Viertel aller Beschäftigten“, sagt ifo Forscher Jean-Victor Alipour.
Im August waren die Preise für Super E10 und Diesel günstiger als im Vormonat – das geht aus einer aktuellen Auswertung des ADAC hervor. Demnach lag der Durchschnittspreis für Super E10 bei 1,661 Euro je Liter und damit 1,3 Cent niedriger als im Juli. Damit ist der August zumindest für Super E10 der günstige Tankmonat in diesem Jahr.
Angesichts der zu erwartenden höheren Zinsbelastung hält ifo Präsident Fuest Reformen bei den Staatsausgaben für dringend geboten. Seiner Schätzung zufolge könnten bei unveränderten Bedingungen rund 13 Prozent des deutschen Haushalts bis 2040 in Zinszahlungen fließen. „Klar ist, dass bei höherer Zinslast weniger Geld für andere Aufgaben übrigbleibt, was den Reformdruck erhöht.”
Im ersten Halbjahr 2025 reichten die im Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) zusammengeschlossenen Institute Immobiliendarlehen im Wert von 70,1 Mrd. Euro aus. Das Immobilienfinanzierungsvolumen stieg gegenüber dem ersten Halbjahr 2024 um 17,0 %. Zu dieser positiven Entwicklung trug vor allem die Vergabe von Darlehen für den Bau und Erwerb von Wohnimmobilien bei.
Die Inflationsrate in Deutschland lag im August 2025 voraussichtlich bei 2,2 Prozent. Während die Verbraucherpreise gegenüber Juli leicht stiegen, blieb die Kerninflation mit 2,7 Prozent höher.
Die Importpreise in Deutschland sind im Juli 2025 im Vorjahresvergleich erneut gesunken, vor allem wegen deutlich günstigerer Energie. Exportpreise legten leicht zu, insbesondere bei Konsum- und Investitionsgütern. Auffällig war die starke Verteuerung einzelner Nahrungsmittel sowohl im Import- als auch im Exporthandel.
Der Einzelhandelsumsatz in Deutschland ist im Juli 2025 gegenüber Juni zurückgegangen, liegt aber über dem Niveau des Vorjahres. Besonders der Internet- und Versandhandel zeigte im Monatsvergleich ein deutliches Minus, bleibt jedoch im Jahresvergleich klar im Plus.
Das Geschäftsklima im Einzelhandel ist im August leicht auf minus 24,0 Punkte gesunken, nach minus 22,9 Punkten* im Juli. Dies ist der dritte Rückgang in Folge seit Mai 2025. Die Einzelhändler beurteilten ihre aktuelle Geschäftslage erneut etwas zurückhaltender.
München, 28. August 2025 – Deutschland ist nach Ansicht von ifo Präsident Clemens Fuest nicht innovationsfreundlich genug. Eine gezielte Förderung von neuen Ideen, Technologien und Geschäftsmodellen ist seiner Ansicht nach dringend nötig, um aus der Wachstumskrise herauszukommen.