Aktuelle Meldungen aus Politik, Wirtschaft und Justiz
Von Januar bis August 2025 wurden in Deutschland 7,6 Prozent mehr Neubauwohnungen genehmigt als im Vorjahr. Der Aufwärtstrend bei Einfamilienhäusern hält an, während Zweifamilienhäuser rückläufig sind. Im August stieg die Zahl der Genehmigungen insgesamt um 5,7 Prozent.
Der reale Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe ist im August 2025 um 0,1 Prozent zum Vormonat gestiegen. Die Reichweite der Aufträge erhöhte sich auf 7,9 Monate. Zuwächse im Maschinenbau kompensierten Rückgänge in der Automobilindustrie.
Die Lasten lokaler Gewerbesteuern landen in erheblichem Umfang bei den Eigentümern von Immobilien. Dies zeigt eine neue Studie des ifo Instituts und EconPol Europe. Eigentümer von Grundstücken tragen etwa 26 Prozent der Steuerlasten. Unternehmer schultern zeitweise einen Großteil der Lasten, übertragen diese dann aber zu Teilen.
Immer weniger Menschen in Deutschland können ihre Wohnung aus finanziellen Gründen nicht ausreichend heizen. 2024 betraf dies 6,3 Prozent der Bevölkerung – deutlich weniger als im Vorjahr. Während die Energiepreise insgesamt sanken, verteuerte sich Erdgas im September 2025 leicht um 0,7 Prozent.
Autofahrerinnen und Autofahrer können sich in dieser Woche über leicht gesunkene Kraftstoffpreise freuen. Laut aktueller ADAC Auswertung sind die bundesweiten Durchschnittspreise sowohl für Benzin als auch für Diesel im Wochenvergleich zurückgegangen.
Die öffentliche Verschuldung Deutschlands stieg im zweiten Quartal 2025 auf 2,554 Billionen Euro. Während der Bund und viele Gemeinden höhere Schulden verzeichneten, konnten mehrere Länder ihre Verbindlichkeiten verringern.
Das Bundeskartellamt hat die Übernahme von CureVac durch BioNTech genehmigt. Die mRNA-Forschungspipelines der Unternehmen überschneiden sich kaum, sodass der Innovationswettbewerb nicht beeinträchtigt wird. Die Fusion erfolgt über einen Aktientausch.
Deutschland wird nur knapp die Hälfte der neuen Schulden für zusätzliche Investitionen verwenden. Das ergab eine aktuelle Umfrage des ifo Instituts unter VWL-Professorinnen und -Professoren in Deutschland. Im Durchschnitt schätzen die Befragten, dass nur rund 47 Prozent des schuldenfinanzierten Sondervermögens „Infrastruktur und Klimaneutralität“ neue Investitionsprojekte finanzieren werden.
Die Inflationsrate in Deutschland lag im September 2025 bei 2,4 Prozent und damit leicht über dem Vormonatswert. Während Dienstleistungen und bestimmte Waren deutlich teurer wurden, schwächte sich der Preisrückgang bei Energie weiter ab. Die Kerninflation blieb mit 2,8 Prozent auf hohem Niveau.
Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft stammt mittlerweile jede siebte Patentanmeldung in Deutschland von Zugewanderten. Besonders stark wächst der Anteil von Erfinderinnen und Erfindern aus Ost- und Südeuropa sowie Indien. Das IW fordert mehr Offenheit und schnellere Verfahren für internationale Fachkräfte.
Der Mietmarkt in deutschen Großstädten spaltet sich zunehmend. Während bei bestehenden Verträgen die Mieten nur moderat zulegten, stiegen die Mieten bei Neuverträgen in den sieben größten deutschen Städten seit 2013 um rund 75 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des ifo Instituts.
Die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen in Deutschland stieg im September 2025 um 10,4 Prozent. Im Juli wurden 13,4 Prozent mehr Unternehmensinsolvenzen als im Vorjahr gemeldet. Besonders betroffen waren der Transportsektor und das Gastgewerbe.
Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte stiegen im August 2025 um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Pflanzliche Erzeugnisse wurden deutlich günstiger, tierische Produkte wie Milch, Eier und Fleisch dagegen teurer.
Die Großhandelspreise in Deutschland stiegen im September 2025 um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders stark verteuerten sich Lebensmittel und Metalle, während Elektronik und Altmaterial günstiger wurden.
Das Bundeskartellamt genehmigt die Übernahme der insolventen Closed Group durch die capital-Home GmbH, Mehrheitseigner von Marc O’Polo. Der Zusammenschluss wurde ohne Wettbewerbsbedenken freigegeben.
Die Baupreise in Deutschland sind im August 2025 weiter gestiegen. Laut Destatis lag der Anstieg im Wohnungsbau bei 3,1 Prozent. Besonders stark verteuerten sich Ausbauarbeiten und Heiztechnik.
Die deutsche Weinernte fällt 2025 besser aus als im Vorjahr. Nach Schätzungen von Destatis steigt die Weinmostmenge auf 8,2 Millionen Hektoliter. Besonders Spätburgunder und Burgundersorten verzeichnen Zuwächse.
Der IWH-Insolvenztrend zeigt für das dritte Quartal 2025 eine der höchsten Insolvenzzahlen seit zwanzig Jahren. Trotz leichter Stabilisierung bleibt die wirtschaftliche Lage angespannt – und viele Arbeitsplätze sind bedroht.