Aktuelle Meldungen aus Politik, Wirtschaft und Justiz
Das Bundeskartellamt hat entschieden, dass der geplante Erwerb einer Minderheitsbeteiligung von unter 25 Prozent der Techem-Gruppe durch TPG nicht fusionskontrollpflichtig ist. Ein wettbewerblich erheblicher Einfluss durch TPG konnte im Einzelfall nicht festgestellt werden.
Die Inflationsrate in Deutschland lag im Juli 2025 wie im Vormonat bei 2,0 %, getrieben vor allem durch steigende Dienstleistungspreise, während Energie weiterhin günstiger war. Ohne Energie und Nahrungsmittel betrug die Kerninflation 2,7 %, was auf anhaltenden Preisdruck in anderen Güterbereichen hinweist.
Die Großhandelspreise lagen im Juli 2025 um 0,5 % über dem Vorjahreswert, sanken jedoch leicht um 0,1 % gegenüber Juni 2025. Besonders verteuerten sich Nahrungs- und Genussmittel sowie Nicht-Eisen-Metalle, während Preise für Brennstoffe, Altmaterial und IT-Geräte fielen.
Der Anstieg der Immobilienpreise in Deutschland setzte sich auch im zweiten Quartal 2025 fort: Der Immobilienpreisindex des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 3,9 % auf 182,4 Punkte. Gegenüber dem ersten Quartal dieses Jahres belief sich das Plus auf 1,0 %.
Mit Blick auf heiße Sommer wächst der Bedarf an Klimaanlagen und -geräten. Die Produktion von Klimageräten in Deutschland ist in den letzten fünf Jahren um 75,1 % auf rund 317 000 Stück im Jahr 2024 gestiegen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt.
Laut einer ifo-Umfrage meldete im Juli rund jedes vierte Industrieunternehmen in Deutschland einen Wettbewerbsrückgang gegenüber Nicht-EU-Ländern, besonders stark im Maschinenbau. Auch innerhalb der EU bleibt die Lage angespannt, während nur die Automobilbranche eine spürbare Entlastung verzeichnet.
Die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen stieg im Juli 2025 um 19,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat und erreichte damit den höchsten Zuwachs seit Oktober 2024. Auch im Mai 2025 gab es mehr Unternehmens- (+5,3 %) und Verbraucherinsolvenzen (+16,1 %), besonders betroffen waren Verkehr und Lagerei, Bau- sowie Gastgewerbe.
Der Jimdo-ifo-Geschäftsklimaindex für Selbständige und Kleinstunternehmen ist im Juli von –15,7 auf –16,9 Punkte gefallen, was auf pessimistischere Geschäftserwartungen und eine weiterhin angespannte Auftragslage hinweist. Besonders im Dienstleistungs- und Einzelhandelssektor verschlechterten sich die Lageeinschätzungen und die Umsatzprognosen deutlich.
Das Bundeskartellamt hat die Übernahme der Willy Bogner GmbH durch die Katjes-Gruppe ohne Auflagen genehmigt. Da Bekleidungs- und Süßwarengeschäft keine wettbewerblichen Überschneidungen haben, erfolgte die Freigabe innerhalb weniger Tage.
Im Jahr 2024 erhielten 22,3 Millionen Menschen in Deutschland Rentenleistungen von insgesamt 403 Milliarden Euro, wovon 70 % steuerpflichtig waren. Grund für den steigenden Besteuerungsanteil ist die schrittweise Umstellung auf nachgelagerte Besteuerung, die nun bis 2058 verlängert wurde.
Laut aktueller ifo-Umfrage meldet mehr als ein Drittel der Unternehmen in Deutschland fehlende Aufträge, besonders betroffen sind Industrie, Handel und einzelne Dienstleistungsbranchen. Trotz leichter Verbesserungen in manchen Sektoren bleibt der Auftragsmangel ein zentrales Hindernis für eine wirtschaftliche Erholung.
Wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) in einer heute veröffentlichten Analyse feststellt, ist die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften in Deutschland im Juli deutlich angestiegen. Die Zahl der betroffenen Jobs ging zurück.
Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland haben im zweiten Quartal 2025 erneut angezogen, große Sprünge blieben aber aus. Am deutlichsten stiegen die Preise für Einfamilienhäuser, während Eigentumswohnungen und Mehrfamilienhäuser nur leicht und im Gleichschritt mit der allgemeinen Teuerung zulegten. Fast überall liegen die Kaufpreise aktuell noch deutlich unter den Allzeithochs aus dem Jahr 2022, bei der gegenwärtig eher schwachen Dynamik würden diese im bundesweiten Durchschnitt erst in rund 4 Jahren wieder erreicht. In Leipzig liegen die Preise allerdings bereits darüber.
Die Produktion im Produzierenden Gewerbe ist im Juni 2025 um 1,9 % gesunken und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Mai 2020. Besonders betroffen waren Maschinenbau, Pharma- und Nahrungsmittelindustrie, während die energieintensive Industrie im Jahresvergleich sogar um 7,4 % einbrach.
Die gewerbliche Fleischproduktion in Deutschland blieb im ersten Halbjahr 2025 mit 3,4 Millionen Tonnen nahezu stabil (-0,1 %), wobei die Schweinefleischerzeugung um 1,8 % stieg und die Rindfleischerzeugung deutlich um 7,2 % zurückging. Die Geflügelfleischproduktion blieb trotz leicht höherer Schlachtzahlen praktisch unverändert.
Im Juni 2025 sind die deutschen Exporte leicht um 0,8 % gestiegen, während die Importe mit einem Plus von 4,2 % deutlich kräftiger zulegten, wodurch der Handelsüberschuss schrumpfte. Vor allem die Exporte in die USA gingen zurück, während die Importe aus China und den USA deutlich zunahmen.
Die Stimmung in der chemischen Industrie hat sich im Juli deutlich eingetrübt – der ifo-Geschäftsklimaindex fiel auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren. Ursachen sind eine schwache Nachfrage, historisch niedrige Auftragsbestände und zunehmende Belastungen durch geopolitische Unsicherheiten wie den Handelskonflikt mit den USA.
Der preisbereinigte Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist im Juni 2025 um 1,0 % gesunken, was vor allem auf einen deutlichen Rückgang im Sonstigen Fahrzeugbau zurückzuführen ist. Ohne Großaufträge stieg das Auftragsvolumen hingegen leicht, während der Umsatz im selben Zeitraum um 0,9 % zulegte.