Aktuelle Meldungen aus Politik, Wirtschaft und Justiz
Die Importpreise lagen im September 2025 um 1,0 Prozent unter dem Vorjahreswert. Hauptgrund war der anhaltende Rückgang der Energiepreise. Ohne Energie blieben die Einfuhrpreise nahezu stabil. Die Exportpreise stiegen im Jahresvergleich um 0,6 Prozent, getrieben vor allem durch teurere Konsumgüter.
Die Inflationsrate in Deutschland beträgt im Oktober 2025 laut vorläufigen Zahlen 2,3 Prozent. Auch der harmonisierte Verbraucherpreisindex liegt auf diesem Niveau. Ohne Energie und Lebensmittel – also bei der Kerninflation – ergibt sich ein Anstieg um 2,8 Prozent.
Das Bundeskartellamt bewertet die geplante Informationsbörse für Halbleiter-Restbestände als unbedenklich. Hersteller und Zulieferer können Restbestände anonym anbieten, um Produktionsengpässe zu vermeiden.
Die deutsche Wirtschaft trat im dritten Quartal 2025 auf der Stelle. Das Bruttoinlandsprodukt blieb stabil, lag aber 0,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Laut Destatis stützten Investitionen die Konjunktur, während Exporte zurückgingen.
Fünf Jahre nach der Insolvenz der Gusswerke Leipzig GmbH hat Insolvenzverwalter Rüdiger Bauch 7,5 Millionen Euro an frühere Mitarbeitende und Gläubiger ausgezahlt. Die Summe stammt vor allem aus der Verwertung des ehemaligen Gießereigeländes, auf dem heute ein Gewerbepark entsteht.
Die Kraftstoffpreise haben seit der vergangenen Woche einen deutlichen Sprung nach oben gemacht. Dies gilt vor allem für Diesel-Kraftstoff, der sich doppelt so stark verteuert hat wie Benzin.
Das DIW-Konjunkturbarometer für Deutschland fällt im Oktober auf 91,1 Punkte und signalisiert eine Abschwächung der Wirtschaft. Industrie und Dienstleistungen zeigen gemischte Signale, während die Wirkung der Reformpakete abgewartet wird.
In Deutschland bleibt Wohneigentum eng mit der Herkunft verbunden. Laut einer DIW-Studie haben Kinder von Eigentümereltern deutlich bessere Chancen, Immobilien zu besitzen. Steigende Preise erschweren den Erwerb für junge Generationen zunehmend.
Die Materialknappheit in der Elektronik- und Optikindustrie nimmt laut ifo-Institut deutlich zu. Grund sind Handelsbeschränkungen bei Seltenen Erden. Sollte der Trend anhalten, könnte das Wirtschaftswachstum beeinträchtigt werden.
Die ifo Exporterwartungen sind im Oktober auf 2,8 Punkte gefallen. Vor allem Metall-, Chemie- und Papierindustrie erwarten Rückgänge, während Auto- und Elektrobranche optimistischer bleiben. Eine spürbare Erholung der deutschen Exportwirtschaft ist laut ifo derzeit nicht in Sicht.
Die Deutschen haben im ersten Halbjahr 2025 im Schnitt 10,3 Prozent ihres Einkommens gespart. Damit liegt die Sparquote leicht unter dem Vorjahr, aber über dem EU-Durchschnitt. Deutschland zählt laut Destatis und Eurostat weiterhin zu den Ländern mit der höchsten Bruttosparquote in Europa.
Die FDBS Fleischer-Dienst Braunschweig eG hat Insolvenz beantragt. Der Geschäftsbetrieb des Lebensmittelgroßhändlers läuft weiter, die Löhne sind bis Jahresende gesichert. Ziel ist eine Sanierung und langfristige Fortführung des Unternehmens.
Die BaFin plant, die Meldepflicht für Eigengeschäfte von Führungskräften von 20.000 auf 50.000 Euro zu erhöhen. Ziel ist, Verwaltungslasten zu reduzieren, ohne die Transparenz am Kapitalmarkt zu beeinträchtigen. Interessierte können bis 17. November 2025 Stellungnahmen einreichen.
Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Oktober auf 88,4 Punkte gestiegen. Während die Erwartungen der Unternehmen zulegen, bleibt die aktuelle Lage verhalten. Besonders im verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor zeigt sich vorsichtiger Optimismus.
Das Bundeskartellamt hat die Übernahme der Nordwest Mediengruppe durch die Madsack Mediengruppe genehmigt. Eine wettbewerbliche Beeinträchtigung sieht die Behörde nicht, da sich die Verbreitungsgebiete der Zeitungen nicht überschneiden.
Die Bestattungsbranche in Deutschland wächst: Mehr Sterbefälle, steigende Umsätze und eine Rekordzahl an Auszubildenden prägen das Gewerbe. Zugleich steigen Preise und kommunale Einnahmen, während die Ausgaben für Sozialbestattungen sinken.
Eine IW-Studie zeigt, dass deutsche Städte und Gemeinden immer mehr Geld für Soziales und Verwaltung ausgeben, während Investitionen zurückgehen. Der Investitionsstau und die Schulden steigen.
Eine neue Analyse globaler Patenttrends zeigt einen Rückgang der Unternehmensforschung im Bereich grüner Technologien trotz der steigenden Dringlichkeit, internationale Klimaziele zu erreichen. Die Studie untersucht die Patentaktivitäten der 2.000 weltweit größten F&E-Investoren zwischen 2012 und 2019 und zeigt, dass deren Fokus auf klimabezogene Technologien in den letzten Jahren deutlich nachgelassen hat.