Aktuelle Meldungen aus Politik, Wirtschaft und Justiz
Deutschland gibt inzwischen mehr Geld in die soziale Sicherung als die nordischen Wohlfahrtsstaaten. Bei Bildung und Investitionen spart die Bundesrepublik dagegen, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).
Die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland hat sich verschlechtert. Der ifo Geschäftsklimaindex sank im November auf 88,1 Punkte, nach 88,4 Punkten im Oktober.
Das Bundeskartellamt verpflichtet die Rethmann-Gruppe erstmals nach § 32f GWB dazu, bestimmte Übernahmen im Entsorgungs- und Glasrecyclingmarkt vorab anzumelden. Grundlage ist eine Sektoruntersuchung, die Risiken für den regionalen Wettbewerb identifiziert hat. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.
Mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen nutzt 2025 Cloud-Services, wie neue Daten von Destatis zeigen. Besonders verbreitet ist Cloud Computing in großen Unternehmen und in der IT-Branche, während Dienstleistungssektoren wie das Gastgewerbe hinterherhinken.
Eine aktuelle ifo-Umfrage zeigt, dass immer mehr deutsche Unternehmen ihre wirtschaftliche Existenz bedroht sehen. Besonders betroffen sind Einzelhandel und Dienstleistungssektor, während Industrie und Baugewerbe leichte Entspannung melden. Hauptursachen bleiben Auftragsmangel, hohe Kosten und bürokratische Belastungen.
Die KAMEI Automotive GmbH in Wolfsburg steht unter vorläufiger Insolvenzverwaltung, der Geschäftsbetrieb wird jedoch fortgeführt. Ziel ist die Restrukturierung des Unternehmens und der langfristige Erhalt der zwölf Arbeitsplätze.
Die GSH Sachsen GmbH sucht Investoren, um den Betrieb in Hartha fortzuführen und Arbeitsplätze zu sichern. Eine teilweise Wiederaufnahme der Produktion bis Anfang 2026 ist vorgesehen, der Investorenprozess steht offen.
Die deutsche Industrie verliert weiter Beschäftigte, besonders stark die Automobilbranche. Während viele Industriezweige deutliche Rückgänge verzeichnen, wächst nur die Nahrungsmittelindustrie. Der Beschäftigtenrückgang Industrie 2025 zeigt eine anhaltend angespannte Lage im Verarbeitenden Gewerbe.
Der Gastgewerbeumsatz ist im September 2025 erneut gesunken. Hotels, Beherbergungsbetriebe und Gastronomie verzeichneten deutliche Rückgänge gegenüber dem Vorjahr und dem Vormonat. Das Minus zeigt eine fortgesetzte Schwäche der Branche.
Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im Oktober 2025 um 1,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Hauptgrund sind anhaltend sinkende Energiepreise, während Investitions-, Verbrauchs- und Gebrauchsgüter teurer wurden. Ohne Energie hätten die Erzeugerpreise im Jahresvergleich zugelegt.
Immer mehr Babyboomer gehen in den kommenden Jahren in Rente. Damit steigt die Belastung für Beitragszahler deutlich. Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigen, wie stark sich das Verhältnis verändert – und warum die Rentenpläne der Bundesregierung teuer werden.
Der Negativtrend in der Stahlproduktion setzt sich auch im Oktober fort: Die Rohstahlerzeugung sank im Vergleich zum Vorjahresmonat erneut um 3 Prozent auf ca. 3,1 Millionen Tonnen.
Das Bundeskartellamt hat die Übernahme der Kind-Gruppe durch die Demant-Gruppe freigegeben. Trotz regionaler Bedenken greift die Bagatellmarktklausel, sodass das Vorhaben nicht untersagt werden konnte. Auch im Herstellermarkt sieht die Behörde keine wettbewerbsrelevanten Risiken.
Die Kraftstoffpreise haben im Vergleich zur vergangenen Woche etwas nachgegeben. Wie die aktuelle ADAC Auswertung zeigt, kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel 1,685 Euro und damit 0,4 Cent weniger als vor Wochenfrist.
Der Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe stieg im September 2025 leicht um 0,6 Prozent. Besonders die Elektro- und Elektronikindustrie sowie der Fahrzeugbau verzeichneten Zuwächse. Die Reichweite der Aufträge blieb mit 7,9 Monaten stabil.
China ist erneut Deutschlands wichtigster Handelspartner. Während die deutschen Exporte nach China und in die USA spürbar zurückgingen, stiegen die Importe aus beiden Ländern an. Besonders der Rückgang der Kfz-Exporte prägte die Außenhandelsentwicklung.
Zwischen 2021 und 2023 haben rund 1 300 größere Unternehmen Produktionsteile oder andere Funktionen ins Ausland verlagert. Die Entscheidungen führten zu einem Nettoverlust von rund 50 800 Stellen. Gleichzeitig bleibt mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen in globale Wertschöpfungsketten eingebunden.
Das ifo Institut meldet weiterhin einen hohen Auftragsmangel in der deutschen Wirtschaft. Gut jedes dritte Unternehmen verzeichnet zu geringe Nachfrage, besonders stark betroffen sind Dienstleister, Großhändler sowie einzelne Industriebranchen. Trotz leichter Entspannung bleibt das Niveau deutlich über dem langfristigen Durchschnitt.