Aktuelle Meldungen aus Politik, Wirtschaft und Justiz
Die Exporterwartungen der deutschen Wirtschaft steigen im Januar leicht. Das ifo Institut sieht jedoch weiter hohe Unsicherheit und keinen klaren Aufwärtstrend.
Treofan hat sein Insolvenzverfahren abgeschlossen. Der Folienhersteller wird als Polyopt GmbH fortgeführt, Standort Neunkirchen und 290 Jobs bleiben erhalten.
Das ifo Institut meldet unverändertes Geschäftsklima. Handel und Industrie zeigen positive Signale, Dienstleistungen und Bau bleiben zurückhaltend.
Nach Jahren mit Investitionsabflüssen verzeichnet Deutschland wieder einen Netto-Zufluss an Direktinvestitionen. Das zeigt eine Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Eine Rolle spielt dabei wohl auch die Politik von US-Präsident Donald Trump.
Für das insolvente Hotel MAXX in Aalen ist eine Investorenlösung gefunden. Die Familie Grimm übernimmt den Betrieb im Rahmen einer übertragenden Sanierung und sichert alle 29 Arbeitsplätze. Ab März 2026 tritt das Haus unter der Marke PIAZZA am Markt auf.
Die communicall GmbH aus Bayreuth hat Insolvenzantrag gestellt, das Amtsgericht ordnete die vorläufige Insolvenzverwaltung an. Der Geschäftsbetrieb läuft weiter, die Gehälter der rund 40 Beschäftigten sind über Insolvenzgeld gesichert. Ziel ist eine Sanierung und Fortführung des Unternehmens.
Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist im November 2025 real um 8,5 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Vor allem der Hochbau sorgte im Jahresvergleich für Zuwächse, während der Tiefbau leicht nachgab. Auch Umsatz und Beschäftigung entwickelten sich positiv.
Die Mindestlohnerhöhung auf 13,90 Euro betrifft laut Destatis bis zu 4,8 Millionen Jobs und steigert die Lohnsumme um bis zu 275 Millionen Euro. Besonders profitieren Frauen und das Gastgewerbe. Für 2027 rechnet das Statistische Bundesamt bei einer weiteren Anhebung auf 14,60 Euro mit bis zu sieben Millionen betroffenen Beschäftigungsverhältnissen.
Während die Spritpreise für die Fahrer von Benzin-Pkw im Vergleich zur vergangenen Woche nahezu unverändert sind, müssen Dieselfahrer mehr bezahlen.
ROFU Kinderland hat beim Amtsgericht Idar-Oberstein ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Das vorläufige Verfahren läuft seit dem 19. Januar 2026, der Geschäftsbetrieb in 104 Filialen wird fortgeführt. Gründe sind schwache Nachfrage, steigende Kosten und intensiver Wettbewerb im Nonfood-Handel.
Die deutsche Stahlproduktion ist 2025 auf 34,1 Millionen Tonnen gesunken und liegt damit deutlich unter dem Vorjahr. Die Branche kämpft mit schwacher Nachfrage, wachsendem Importdruck und hohen Energiepreisen. Nach Einschätzung der Wirtschaftsvereinigung Stahl sind politische Maßnahmen zur Standortsicherung und zur Förderung klimafreundlichen Stahls erforderlich.
Die öffentliche Verschuldung in Deutschland ist bis Ende des dritten Quartals 2025 auf 2,61 Billionen Euro gestiegen. Destatis meldet ein Plus von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal, vor allem getragen vom Bund und den Kommunen. Das Sondervermögen Bundeswehr trug spürbar zum Schuldenanstieg bei.
Die Gläubiger der Gießerei Funke aus Alfeld haben dem Insolvenzplan von Verwalter Ingo Thurm zugestimmt. Damit ist der Weg für die Beendigung des Insolvenzverfahrens und die Fortführung des Betriebs frei. Eine neue Gesellschafterstruktur soll die Sanierung langfristig absichern.
Das Gastgewerbe in Deutschland verzeichnete im November 2025 nominal ein Umsatzplus von 2,8 % zum Vormonat, real stieg der Umsatz um 2,5 %. Im Jahresvergleich sank der reale Umsatz leicht, während der nominale Umsatz um 2,2 % zulegte.
Die Erzeugerpreise in Deutschland lagen im Dezember 2025 um 2,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Hauptgrund bleibt der kräftige Rückgang der Energiepreise. Ohne Energie zeigen viele Industriepreise weiterhin Aufwärtsdruck.
Die deutschen Exporte in die USA sind 2025 deutlich gesunken, während die Importe zulegten. Der Exportüberschuss schrumpfte auf den niedrigsten Stand seit 2021, und China löste die USA wieder als wichtigsten Handelspartner Deutschlands ab.
Der Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe ist im November 2025 um 1,8 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Besonders der Fahrzeugbau, die Automobilindustrie und der Maschinenbau sorgten für den Zuwachs, während die Reichweite der Aufträge auf 8,0 Monate anwuchs.
Die Materialknappheit in der deutschen Industrie lässt nach. Laut ifo Institut meldeten im Dezember nur noch 7,5 Prozent der Unternehmen Beschaffungsprobleme, besonders stark entspannte sich die Lage in der Automobilbranche.