Aktuelle Meldungen aus Politik, Wirtschaft und Justiz
Im Oktober 2025 ist der Auftragseingang im deutschen Verarbeitenden Gewerbe um 1,5 Prozent gestiegen. Ein Großauftrag im sonstigen Fahrzeugbau sorgte für den Anstieg, während die Auslandsnachfrage schwächer ausfiel. Der Umsatz legte leicht um 0,3 Prozent zu.
Das Bundeskartellamt hat die Übernahme von Akero Therapeutics durch Novo Nordisk freigegeben. Beide Unternehmen forschen an Therapien gegen die fortgeschrittene Fettlebererkrankung MASH. Der Zusammenschluss soll den Innovationswettbewerb nicht einschränken.
Die Friedmann Großkücheneinrichtung GmbH steht kurz vor der Übernahme durch einen Investor. Das Insolvenzverfahren wurde am 1. Dezember eröffnet. Der Geschäftsbetrieb läuft unverändert weiter, rund 30 Mitarbeitende bleiben beschäftigt.
Diehl Defence übernimmt die restlichen 50 Prozent der AIM Infrarot-Module GmbH und erlangt alleinige Kontrolle. Das Bundeskartellamt sieht keine wettbewerblichen Bedenken. Rheinmetall scheidet als Gesellschafter aus.
Das Bundeskartellamt erlaubt die Übernahme der Rubens Gruppe mit dem „Hellweger Anzeiger“ und der „Westfälischen Rundschau“ durch die Ruhr-Nachrichten. Die Behörde sieht keine Beeinträchtigung des Wettbewerbs auf den regionalen Zeitungsmärkten.
Treofan erhält eine Investorenlösung und damit eine Zukunft für den Standort Neunkirchen. Im Rahmen der Sanierung sollen rund 160 Stellen wegfallen, während etwa 280 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Der Vollzug der Übernahme hängt noch von der Freigabe durch die Kartellbehörden ab.
Der ifo-Geschäftsklimaindex legte 2025 nur geringfügig zu und bleibt insgesamt auf niedrigem Niveau. Industrie, Handel und Dienstleistungen melden zwar einzelne positive Signale, aber weiterhin überwiegend negative Erwartungen.
Der Anteil der Kassenabrechnungen an den Praxiseinnahmen ist 2023 auf 67 Prozent gefallen – ein Tiefstand seit 2000. Besonders Fachgebiete wie Dermatologie und Orthopädie verzeichnen hohe Privatumsätze, während Psychotherapien weitgehend kassenfinanziert bleiben.
Leichte Entspannung auf dem Kraftstoffmarkt: Die Preise sowohl für Benzin als auch Diesel haben gegenüber der Vorwoche nachgegeben.
Trotz nicht mehr so stark steigender Energiepreise haben die Haushalte in Deutschland ihre in der Energiekrise erzielten Einsparungen weitgehend aufrechterhalten. Der temperaturbereinigte Heizenergieverbrauch blieb im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant und lag weiterhin rund sieben Prozent unter dem Vorkrisenniveau von 2021. Gleichzeitig gingen die CO₂-Emissionen im Wohngebäudebestand leicht zurück. Das geht aus dem neuesten Wärmemonitor des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hervor.
Die deutsche Automobilindustrie bewertet ihre Lage etwas besser, blickt jedoch zunehmend pessimistisch in die Zukunft. Der Geschäftsklimaindex fällt deutlich, vor allem wegen schlechterer Export- und Geschäftserwartungen.
Das Bundeskartellamt testet Apples Vorschläge zur Anpassung des App Tracking Transparency Frameworks. Ziel ist die Prüfung, ob die Änderungen Wettbewerbsnachteile für Drittanbieter beseitigen und die Abfragen datenschutzkonform gestalten.
Mehr als jedes fünfte betroffene Unternehmen (22 Prozent) plant wegen der anstehenden Mindestlohnerhöhung, Stellen zu streichen. Zum 1. Januar 2026 wird dieser auf 13,90 Euro erhöht. Zudem rechnet mehr als ein Viertel von ihnen (28 Prozent) mit weniger Investitionen. Das zeigt eine neue Studie des ifo Instituts.
Die integrierte kommunale Verschuldung in Deutschland ist 2024 um 6,3 Prozent auf 4 448 Euro pro Kopf gestiegen. Hessen bleibt Spitzenreiter bei der Pro-Kopf-Verschuldung, während Rheinland-Pfalz dank eines Entschuldungsprogramms deutliche Rückgänge verzeichnet.
Tanken hat sich im November im Vergleich zum Oktober teils spürbar verteuert. Während die Fahrer von Benziner-Pkw einen Preisanstieg von 1,4 Cent je Liter hinnehmen mussten, kletterte der Dieselpreis um 5,3 Cent. Das zeigt die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise im November 2025.
Die LongTec Holding übernimmt den ITK-Spezialisten Auerswald im Rahmen eines Asset Deals. Die Eigenverwaltung sicherte den Fortbestand, die Marke bleibt erhalten, und das Unternehmen wird auf digitale Lösungen und IT-Security ausgerichtet.
In Deutschland fehlen weiterhin Kitaplätze: 14,2 Prozent der unter Dreijährigen haben keinen Betreuungsplatz, wie eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt. Besonders im Westen bleibt die Lage angespannt.
Die Materialknappheit in der deutschen Industrie verschärft sich erneut, besonders stark in der Automobil- und Elektronikbranche. Laut ifo Institut melden inzwischen 11,2 Prozent der Betriebe Lieferengpässe – doppelt so viele wie im Vormonat.