Aktuelle Meldungen aus Politik, Wirtschaft und Justiz
Die Gläubiger der MVZ Friedrichshafen und Tettnang haben den Insolvenzplänen einstimmig zugestimmt. Ab Januar 2026 übernimmt die Oberschwabenklinik die Weiterführung der Einrichtungen, die medizinische Versorgung bleibt gesichert.
Die Investitionserwartungen der Unternehmen in Deutschland fallen deutlich. Besonders in der Industrie bremsen Strukturwandel und wirtschaftspolitische Unsicherheiten die Investitionsbereitschaft, wie das ifo Institut meldet.
Die Teknia Stuttgart GmbH befindet sich in vorläufiger Insolvenzverwaltung. Ziel des Investorenprozesses ist die Fortführung des Betriebs und die Sicherung der rund 100 Arbeitsplätze.
Im November 2025 sind die Insolvenzzahlen von Personen- und Kapitalgesellschaften erstmals seit Jahren gesunken. Die Zahl der betroffenen Arbeitsplätze sank ebenfalls, eine nachhaltige Trendwende zeichnet sich jedoch nicht ab.
Die ARB Kino GmbH beantragt vorläufiges Insolvenzverfahren; Geschäftsbetrieb des Thalia-Kinos in Augsburg läuft weiter. Insolvenzverwalter prüft Sanierung und Investorensuche.
Die Selbständigen kämpfen mit hoher Unsicherheit. Nach zwei Rückgängen hat sich das Geschäftsklima der Selbstständigen im November leicht verbessert, bleibt aber auf niedrigem Niveau: Der „Jimdo-ifo-Geschäftsklimaindex“ stieg auf minus 19,8 Punkte, nach minus 23,7 im Oktober.
Niedrige Einkommen werden von Lebenshaltungskosten besonders stark belastet: 2023 flossen bei Haushalten mit unter 1 300 Euro Monatseinkommen zwei Drittel der Konsumausgaben in Wohnen und Lebensmittel. In Haushalten mit hohen Einkommen lag der Anteil deutlich darunter.
2026 bringt bundesweit mehr Arbeitstage: Im Durchschnitt steigt die Zahl auf 250,5. Feiertage, die auf Wochenenden fallen, sorgen für den Anstieg – und beeinflussen die Wirtschaftsleistung.
Die deutschen Exporte sind im Oktober leicht gestiegen, während die Importe sanken. Der Außenhandelsüberschuss erreichte 16,9 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr bleibt der Außenhandel insgesamt im Plus, mit Schwächen bei den USA und China.
Die Kreiskliniken Dillingen-Wertingen können nach der Gläubigerzustimmung den Betrieb sanieren und ab Januar 2026 wieder eigenständig führen. Das Schutzschirmverfahren soll Ende Januar beendet werden.
In Schwäbisch Gmünd übernimmt die Schaal Apotheken OHG die Central-Apotheke und sichert damit 22 Arbeitsplätze. Insolvenzverwalter Michael Pluta ermöglichte die Fortführung des Betriebs trotz schwieriger Rahmenbedingungen.
Die US-Zölle von 15 Prozent auf EU-Waren wirken sich regional unterschiedlich auf die lokale Wirtschaft aus. Das zeigt eine neue Studie des ifo Instituts zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der US-Zölle für die Landkreise und kreisfreien Städte.
Im Oktober 2025 legte die Produktion im Produzierenden Gewerbe erneut zu. Bau und Maschinenbau entwickelten sich positiv, während die Autoindustrie weniger produzierte. Energieintensive Industrien zeigten ebenfalls leichte Zuwächse.
Deutschlands Stromproduktion lag im 3. Quartal 2025 leicht über dem Vorjahresniveau. Erneuerbare Energien erreichten mit mehr Wind- und Solarstrom neue Bestwerte. Der Importüberschuss im Stromhandel ging deutlich zurück.
Die Insolvenzverfahren der Hüffermann-Gruppe sind eröffnet, zugleich übernimmt die Hagedorn-Gruppe sämtliche Betriebe und Standorte. Über 500 Arbeitsplätze in der Kran- und Schwerlastlogistik bleiben erhalten.
Nach drei Jahren Rezession und Stagnation wächst die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr immerhin leicht um fast ein Prozent, sagt die Konjunkturprognose des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) voraus. Eine echte Trendwende ist jedoch nicht in Sicht.
Im April 2025 lag der Anteil der Niedriglohnjobs in Deutschland bei 16 Prozent, unverändert zum Vorjahr. Besonders betroffen war das Gastgewerbe, während die Lohnspreizung zwischen Gering- und Besserverdienenden stabil blieb.
Der Dienstleistungssektor in Deutschland verzeichnete im September 2025 real ein leichtes Minus von 0,2 Prozent, nominal jedoch ein kleines Plus. Das stärkste Wachstum meldete das Grundstücks- und Wohnungswesen, während die Branche Verkehr und Lagerei rückläufig war.