Aktuelle Meldungen aus Politik, Wirtschaft und Justiz
Die Mindestlohnerhöhung auf 13,90 Euro betrifft laut Destatis bis zu 4,8 Millionen Jobs und steigert die Lohnsumme um bis zu 275 Millionen Euro. Besonders profitieren Frauen und das Gastgewerbe. Für 2027 rechnet das Statistische Bundesamt bei einer weiteren Anhebung auf 14,60 Euro mit bis zu sieben Millionen betroffenen Beschäftigungsverhältnissen.
Während die Spritpreise für die Fahrer von Benzin-Pkw im Vergleich zur vergangenen Woche nahezu unverändert sind, müssen Dieselfahrer mehr bezahlen.
ROFU Kinderland hat beim Amtsgericht Idar-Oberstein ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Das vorläufige Verfahren läuft seit dem 19. Januar 2026, der Geschäftsbetrieb in 104 Filialen wird fortgeführt. Gründe sind schwache Nachfrage, steigende Kosten und intensiver Wettbewerb im Nonfood-Handel.
Die deutsche Stahlproduktion ist 2025 auf 34,1 Millionen Tonnen gesunken und liegt damit deutlich unter dem Vorjahr. Die Branche kämpft mit schwacher Nachfrage, wachsendem Importdruck und hohen Energiepreisen. Nach Einschätzung der Wirtschaftsvereinigung Stahl sind politische Maßnahmen zur Standortsicherung und zur Förderung klimafreundlichen Stahls erforderlich.
Die öffentliche Verschuldung in Deutschland ist bis Ende des dritten Quartals 2025 auf 2,61 Billionen Euro gestiegen. Destatis meldet ein Plus von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal, vor allem getragen vom Bund und den Kommunen. Das Sondervermögen Bundeswehr trug spürbar zum Schuldenanstieg bei.
Die Gläubiger der Gießerei Funke aus Alfeld haben dem Insolvenzplan von Verwalter Ingo Thurm zugestimmt. Damit ist der Weg für die Beendigung des Insolvenzverfahrens und die Fortführung des Betriebs frei. Eine neue Gesellschafterstruktur soll die Sanierung langfristig absichern.
Das Gastgewerbe in Deutschland verzeichnete im November 2025 nominal ein Umsatzplus von 2,8 % zum Vormonat, real stieg der Umsatz um 2,5 %. Im Jahresvergleich sank der reale Umsatz leicht, während der nominale Umsatz um 2,2 % zulegte.
Die Erzeugerpreise in Deutschland lagen im Dezember 2025 um 2,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Hauptgrund bleibt der kräftige Rückgang der Energiepreise. Ohne Energie zeigen viele Industriepreise weiterhin Aufwärtsdruck.
Die deutschen Exporte in die USA sind 2025 deutlich gesunken, während die Importe zulegten. Der Exportüberschuss schrumpfte auf den niedrigsten Stand seit 2021, und China löste die USA wieder als wichtigsten Handelspartner Deutschlands ab.
Der Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe ist im November 2025 um 1,8 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Besonders der Fahrzeugbau, die Automobilindustrie und der Maschinenbau sorgten für den Zuwachs, während die Reichweite der Aufträge auf 8,0 Monate anwuchs.
Die Materialknappheit in der deutschen Industrie lässt nach. Laut ifo Institut meldeten im Dezember nur noch 7,5 Prozent der Unternehmen Beschaffungsprobleme, besonders stark entspannte sich die Lage in der Automobilbranche.
Die Bilanz nach einem Jahr Trump 2.0 fällt bitter aus: Deutsche Unternehmen investieren weniger in den USA, zugleich gehen die deutschen US-Exporte zurück, zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Das schadet nicht nur der deutschen Wirtschaft, sondern auch den USA.
Unternehmen erwarten von Berufseinsteigern zunehmend soziale Kompetenzen statt nur Fachwissen. Kommunikationsfähigkeit, Selbstorganisation und Lernbereitschaft stehen im Vordergrund. Gleichzeitig wächst der Einsatz von Künstlicher Intelligenz, während die Zahl der Einstiegsstellen überwiegend stabil bleibt.
Der Kunststoffspezialist Riedl Kunststofftechnik aus Erding hat Insolvenz beantragt, der Betrieb läuft jedoch weiter. Das Amtsgericht Landshut setzte einen vorläufigen Insolvenzverwalter ein, Löhne sind über Insolvenzgeld gesichert. Eine Sanierung über Investoren oder ein Management-Buy-Out wird geprüft.
Der Zinkdruckguss-Spezialist DRUTEC aus Herford hat Insolvenzantrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt. Das Amtsgericht Bielefeld setzte Dr. André Wehner (PLUTA) als vorläufigen Insolvenzverwalter ein. Der Betrieb läuft weiter, die Löhne sind gesichert und eine Investorensuche beginnt.
Die Zahl der Baugenehmigungen in Deutschland ist 2025 deutlich gestiegen. Von Januar bis November wurden 215.500 Wohnungen genehmigt, ein Plus von 11,3 Prozent. Besonders Ein- und Mehrfamilienhäuser trieben den Neubau.
Die Inflation in Deutschland lag 2025 im Jahresdurchschnitt bei 2,2 Prozent und damit auf dem Niveau des Vorjahres. Im Dezember sank die Rate auf 1,8 Prozent, vor allem wegen günstigerer Energie. Preistreiber bleiben vor allem Dienstleistungen, während Waren und Energie die Teuerung bremsen.
Die ambulanten Pflegedienste der Hauskrankenpflege Brabandt werden zum 1. Februar 2026 von Pflege mit Herz übernommen. Alle Arbeitsplätze bleiben erhalten, die Versorgung der rund 550 Patientinnen und Patienten wird ohne Unterbrechung fortgeführt.