Hübingen, 22. Juli 2026 (JPD). Im Insolvenzverfahren des Familienferiendorfs Hübingen ist das benötigte Rettungskapital von 350.000 Euro zusammengekommen. Das Geld soll für Zahlungen an die Insolvenzgläubiger und zur Überbrückung der umsatzschwächeren Wintermonate verwendet werden.
Insolvenzverwalter Philip Konen von PLUTA will den Insolvenzplan nun fertigstellen und zeitnah beim Amtsgericht Montabaur einreichen. Anschließend sollen die Gläubiger in einem Erörterungs- und Abstimmungstermin über den Plan entscheiden.
Fortbestand hängt von Zustimmung der Gläubiger ab
Der Insolvenzplan sieht vor, den Verein als Rechtsträger zu erhalten und die Gläubiger besserzustellen als bei einer Liquidation. Stimmen die erforderlichen Gläubigermehrheiten zu und bestätigt das Gericht den Plan, könnte der Verein nach Aufhebung des Verfahrens wieder eigenständig handeln.
Das Rettungskapital wurde unter anderem durch Spendenaktionen der Stiftung Familienferiendorf Hübingen eingeworben. Nach Angaben der Stiftung liegt zudem die Zusage für einen hohen sechsstelligen Spendenbetrag vor, der nach Abschluss des Insolvenzverfahrens in die Sanierung der Ferienhäuser fließen soll.
Geschäftsbetrieb läuft weiter
Der Verein hatte im Herbst 2025 Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht Montabaur ordnete am 30. Oktober 2025 die vorläufige Insolvenzverwaltung an und eröffnete das Verfahren am 1. Februar 2026. Konen wurde zum Insolvenzverwalter bestellt.
Der Geschäftsbetrieb wird seitdem vollständig fortgeführt. Die rund 30 Beschäftigten sind weiterhin für den Verein tätig; Personalmaßnahmen gab es nach Angaben von PLUTA nicht.
Das Familienferiendorf im Westerwald verfügt über 40 Ferienhäuser und ist auf Familienurlaube sowie Gruppenaufenthalte ausgerichtet.






