
Wiesbaden, 20. Oktober 2026 (JPD) – Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte sind im September 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,7 Prozent gestiegen. Das war der stärkste Anstieg seit März 2023. Gegenüber August 2026 erhöhten sich die Preise um 1,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte.
Haupttreiber waren die Energiepreise, die im Jahresvergleich um 14,9 Prozent zulegten. Besonders stark verteuerten sich infolge der Kriegshandlungen im Iran und Nahen Osten Mineralölerzeugnisse (+51,3 Prozent). Leichtes Heizöl kostete 91,8 Prozent, Kraftstoffe 48,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Ohne Energie stiegen die Erzeugerpreise um 3,2 Prozent.
Auch Vorleistungsgüter verteuerten sich deutlich (+6,4 Prozent). Insbesondere Metalle (+14,0 Prozent) und chemische Grundstoffe (+11,3 Prozent) verzeichneten kräftige Preisanstiege. Investitionsgüter wurden um 2,4 Prozent teurer.
Verbrauchsgüter waren hingegen 1,8 Prozent günstiger als im Vorjahr. Die Nahrungsmittelpreise sanken insgesamt um 4,1 Prozent. Besonders stark verbilligten sich Butter (-34,8 Prozent) und Schweinefleisch (-13,9 Prozent).





