
Dresden, 19. Oktober 2026 (JPD) – Die deutsche Industrie hat zwischen Ende 2018 und Ende 2025 rund 496.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze verloren. Das entspricht einem Rückgang von 7,1 Prozent, wie eine Studie der ifo Niederlassung Dresden zeigt. Im Dienstleistungssektor entstanden im gleichen Zeitraum dagegen mehr als 2,2 Millionen neue Stellen.
Besonders stark betroffen waren die Automobilindustrie und ihre Zulieferer mit 123.500 abgebauten Arbeitsplätzen, die Hersteller von Metallerzeugnissen mit 115.600 sowie der Maschinenbau mit 64.500 Stellen. Unter Einbeziehung der in der Fertigung eingesetzten Zeitarbeitskräfte beziffert das ifo-Institut den industriellen Arbeitsplatzverlust auf rund 628.000 Stellen.
Im Gesundheitswesen entstanden hingegen 391.000 neue Arbeitsplätze, im Sozialwesen einschließlich Pflegeheimen 357.000 und in der öffentlichen Verwaltung 329.000.
„Deutschland erlebt einen verschärften Strukturwandel“, erklärte ifo-Forscher Joachim Ragnitz. Der Beschäftigungsabbau in produktiven und innovativen Industriebranchen könne das künftige Wachstumspotenzial Deutschlands bremsen. In Ostdeutschland fiel der industrielle Stellenabbau mit 8,4 Prozent stärker aus als im Westen mit 6,8 Prozent.





