Aktuelle Meldungen aus Politik, Wirtschaft und Justiz
Das Bundeskabinett hat eine Formulierungshilfe beschlossen, um die Rechtsmittelstreitwerte moderat an die Inflation anzupassen. Ziel ist es, die Effizienz der Justiz zu erhöhen und die Zahl der Rechtsmittelverfahren zu reduzieren.
Eine große Mehrheit von 75 Prozent der Bundesbürger ist laut ntv-Trendbarometer der Ansicht, dass es in Deutschland alles in allem zu viele Vorschriften und Regulierungen gibt.
Hamburg plant eine Regelabfrage beim Verfassungsschutz für den öffentlichen Dienst. Ziel ist es, die Verfassungstreue von Bewerberinnen und Mitarbeitern zu prüfen und die Verwaltung gegen Extremismus zu stärken.
Nach dem aktuellem RTL/ntv Trendbarometer bleibt die AfD weiterhin ganz vorne bei den Parteipräferenzen und hält ihr Niveau von 26 Prozent. Mit zwei Prozentpunkten dahinter bleibt die CDU/CSU ebenfalls unverändert bei 24 Prozent. Die SPD gewinnt einen Prozentpunkt hinzu (14 %), während die Linke einen Punkt einbüßt (11 %). Die Werte für das BSW (4 %) und die FDP (3 %) verändern sich ebenso wenig wie der Anteil der sonstigen Parteien (6 %).
Das Bundesjustizministerium hat einen Gesetzentwurf zur Reform des Menschenhandels- und Sexualstrafrechts vorgestellt. Geplant sind erweiterte Strafbestände, Nachfragestrafbarkeit und ein verbesserter Schutz von Kindern und Jugendlichen.
Der Bundesrat hat den Bremer Bürgermeister Andreas Bovenschulte zum neuen Präsidenten gewählt und zentrale Gesetzesvorhaben beschlossen. Neben der Verteilung des 100-Milliarden-Euro-Sondervermögens billigte die Länderkammer auch den „Bau-Turbo“ zur Beschleunigung von Wohnungsbauverfahren.
Das Bundesjustizministerium legt einen Gesetzentwurf vor, der Strafvorschriften zum Umweltschutz stärkt. Neue Straftatbestände, höhere Geldbußen für Unternehmen und Qualifikationstatbestände bei katastrophalen Folgen sollen Umweltkriminalität wirksamer ahnden.
Der Bremer Bürgermeister Andreas Bovenschulte übernimmt ab 1. November 2025 die Präsidentschaft des Bundesrates. Die Wahl erfolgte einstimmig und folgt der Königsteiner Vereinbarung, die die Reihenfolge der Länder festlegt.
Bayerns Justizminister Georg Eisenreich fordert einen neuen Straftatbestand zum Schutz vor Identitätsmissbrauch. Täter nutzen zunehmend fremde Identitäten im Internet für Betrug oder Rufschädigung. Bayern bringt dazu einen Antrag bei der Justizministerkonferenz in Leipzig ein.
Der Bundestag verzeichnete 2024 einen Rückgang der Petitionen um rund 19 Prozent. Insgesamt gingen 9.260 Eingaben ein, davon über ein Drittel online. Eine Reform verlängerte die Mitzeichnungsfrist und senkte das Quorum für öffentliche Beratungen.
Die Bundesregierung sieht deutliche Fortschritte bei der Gleichstellung in Führungspositionen. Der Frauenanteil in Aufsichtsräten, Bundesbehörden und Gremien steigt, bleibt in Unternehmensvorständen jedoch gering.
Die von der Bundesregierung beschlossenen Verschärfungen beim Bürgergeld stoßen laut RTL/ntv Trendbarometer in der Bevölkerung auf breite Zustimmung. Auch beim Thema Klimapolitik zeigt sich ein klares Meinungsbild.