Saarland rüstet Gerichtsvollzieher mit neuer Schutzausrüstung aus

Saarbrücken, 2. September 2026 (JPD). Das saarländische Justizministerium erweitert die Schutzausrüstung für Gerichtsvollzieher. Künftig können unter anderem schnittfeste Schutzjacken, Armstulpen, Longsleeves beziehungsweise Poloshirts sowie Schutzhandschuhe beschafft werden. Die Kosten übernimmt vollständig das Land.

Die neue Ausstattung wurde am Mittwoch von Justizstaatssekretär Dr. Diener symbolisch an den Vorsitzenden des Deutschen Gerichtsvollzieher Bundes Saar, Gerd Luckas, übergeben.

Das zusätzliche Schutzpaket ergänzt bereits vorhandene ballistische Schutzwesten und Schnittschutzschals, wie sie auch bei der Polizei im Saarland verwendet werden.

„Wer sich Tag für Tag für unseren Rechtsstaat in schwierige und mitunter gefährliche Situationen begibt, verdient unser aller Respekt und unseren Schutz“, erklärte Diener. Mit der neuen Ausstattung solle der Schutz der Gerichtsvollzieher weiter verbessert werden.

GPS-Notruf soll getestet werden

Neben der neuen Schutzkleidung plant das Justizministerium weitere Sicherheitsmaßnahmen. Ab dem dritten Quartal 2026 sollen fünf Gerichtsvollzieher im Rahmen eines Pilotprojekts eine Alarmierungssoftware mit GPS-Notruf testen.

Ein vergleichbares System wird nach Angaben des Ministeriums bereits in Baden-Württemberg eingesetzt. Mithilfe der Software sollen Gerichtsvollzieher in Gefahrensituationen schnell einen Notruf auslösen und ihren Standort übermitteln können.

Der DGVB Saar hatte sich nach Angaben seines Vorsitzenden zudem für weitere Schutzmaßnahmen eingesetzt. Dazu gehört unter anderem die mögliche Genehmigung eines Reizstoffsprühgeräts für Notwehrsituationen.

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