Justiz

Justizreform in NRW: OLG Hamm übernimmt zentrale Rechtsbereiche

Justizreform in NRW: OLG Hamm übernimmt zentrale Rechtsbereiche

JPD Juni 30, 2025

Zum 1. Juli 2025 übernimmt das Oberlandesgericht Hamm zahlreiche neue Zuständigkeiten in Nordrhein-Westfalen, um Spezialisierung und Effizienz in der Justiz zu stärken. Künftig entscheidet es landesweit unter anderem über Berufungen in Verfahren freier Berufe, Musterverfahren im Kapitalanlagerecht, Produkthaftungsklagen und Verbraucherstreitigkeiten. Auch Fragen zur leitungsgebundenen Energieversorgung sowie Landwirtschaftssachen in zweiter Instanz werden zentral in Hamm bearbeitet.

Matthias Plöger ist neuer Leiter der Staatsanwaltschaft Arnsberg

Matthias Plöger ist neuer Leiter der Staatsanwaltschaft Arnsberg

JPD Juni 30, 2025

Minister der Justiz Dr. Benjamin Limbach hat Matthias Plöger am Montag, 30. Juni 2025, in Düsseldorf zum neuen Leitenden Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Arnsberg ernannt. Der 49-jährige Jurist folgt damit auf Christian Petlalski, der im März 2025 die Leitung der Staatsanwaltschaft Dortmund übernommen hat.

Trier: Eilanträge gegen Sicherheitspoller in der Dietrichstraße erfolglos

Trier: Eilanträge gegen Sicherheitspoller in der Dietrichstraße erfolglos

JPD Juni 30, 2025

Das Verwaltungsgericht Trier hat zwei Eilanträge von Anwohnern gegen den geplanten Baubeginn von Hochsicherheitspollern in der Dietrichstraße abgelehnt, da kein unverhältnismäßiger Eingriff in ihre Rechte zu erwarten sei. Die Poller sollen die Sicherheit am Trierer Hauptmarkt erhöhen, ohne die Erreichbarkeit der Grundstücke wesentlich zu beeinträchtigen, und temporäre Einschränkungen durch die Bauarbeiten wurden als zumutbar bewertet. Gegen die Entscheidung kann innerhalb eines Monats Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz eingelegt werden.

Versandpanne mit Folgen: Mehl statt Technik – DHL muss zahlen

Versandpanne mit Folgen: Mehl statt Technik – DHL muss zahlen

JPD Juni 30, 2025

Ein Münchner erhielt vom Amtsgericht München recht, nachdem ein von ihm versendeter Laptop im Wert von über 2.900 Euro auf dem Transportweg verschwunden war und stattdessen drei Packungen Mehl beim Empfänger ankamen. Das Gericht sprach ihm Schadensersatz in voller Höhe zu, da seine Schilderungen plausibel waren und durch Belege wie Quittung, Fotos und Zeugenaussagen gestützt wurden. Der Paketdienstleister muss nun sowohl den Laptop-Wert als auch die Versandkosten erstatten.

Bundesverfassungsgericht: Mehr Zuschüsse und höhere Personalkosten im Haushalt 2025

Bundesverfassungsgericht: Mehr Zuschüsse und höhere Personalkosten im Haushalt 2025

JPD Juni 30, 2025

Das Bundesverfassungsgericht plant für das Haushaltsjahr 2025 mit Ausgaben in Höhe von 44,8 Millionen Euro, was einem Anstieg von 3,5 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr entspricht. Besonders deutlich steigen die Personalausgaben, die sich infolge des Tarifabschlusses im öffentlichen Dienst auf 32,3 Millionen Euro erhöhen. Auch die Ausgaben für Zuweisungen und Zuschüsse steigen auf 4,5 Millionen Euro, unter anderem wegen erhöhter Erstattungen an die Länder für Bundesbauaufgaben.

Waffenverkauf an Mitschüler: VG Koblenz bestätigt Schulausschluss eines 16-Jährigen

Waffenverkauf an Mitschüler: VG Koblenz bestätigt Schulausschluss eines 16-Jährigen

JPD Juni 30, 2025

Ein 16-jähriger Schüler, der auf dem Schulgelände verbotene Waffen an Mitschüler verkauft hatte, bleibt zu Recht bis Schuljahresende vom Unterricht ausgeschlossen. Das Verwaltungsgericht Koblenz wies seinen Eilantrag ab und stellte klar, dass das öffentliche Interesse am Schutz des Schulfriedens den Fortbestand des Schulverhältnisses überwiegt. Die Richter betonten, dass bei derart schwerem Fehlverhalten keine milderen Maßnahmen erforderlich seien.

Hundestreit nach Trennung: Eigentum zählt – nicht die Bindung

Hundestreit nach Trennung: Eigentum zählt – nicht die Bindung

JPD Juni 29, 2025

Im Streit um den Hund „Alex“, der während einer nichtehelichen Beziehung angeschafft wurde, hat das Landgericht Bamberg entschieden, dass die Klägerin als alleinige Eigentümerin gilt und das Tier vom Ex-Partner herausverlangen darf. Maßgeblich war nicht die emotionale Bindung, sondern allein das Eigentum, das sich aus dem „Adoptionsvertrag“ sowie Versicherungsunterlagen und der Hundesteuerpflicht der Klägerin ergab. Das Berufungsgericht bestätigte damit die Entscheidung des Amtsgerichts Forchheim; das Urteil ist rechtskräftig.

Keine Entgeltfortzahlung bei Tattoo-Komplikationen

Keine Entgeltfortzahlung bei Tattoo-Komplikationen

JPD Juni 28, 2025

Wer sich freiwillig tätowieren lässt und infolgedessen erkrankt, hat keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Das entschied das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein und bewertete die Entzündung einer Tätowierung als selbstverschuldete Arbeitsunfähigkeit. Eine Tätowierung sei ein bewusst eingegangenes Gesundheitsrisiko und damit keine unverschuldete Erkrankung im Sinne des Entgeltfortzahlungsgesetzes.

NRW-Verfassungsschutz muss Auskunftsverfahren zu MLPD-Vertreterinnen wiederholen

NRW-Verfassungsschutz muss Auskunftsverfahren zu MLPD-Vertreterinnen wiederholen

JPD Juni 27, 2025

Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat entschieden, dass der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz die Auskunftsansprüche zweier Vertreterinnen der MLPD zu den über sie gespeicherten Daten erneut bearbeiten und neue Bescheide erlassen muss. Grund dafür waren erhebliche Mängel bei der Datenrecherche und Widersprüche in den behördlichen Erklärungen, die eine gerichtliche Überprüfung verhinderten. Die beantragte Akteneinsicht wurde hingegen rechtskonform abgelehnt, da das Landesrecht kein entsprechendes Einsichtsrecht vorsieht.

Repräsentant der MLPD unterliegt im Streit um Verfassungsschutz-Akten in NRW

Repräsentant der MLPD unterliegt im Streit um Verfassungsschutz-Akten in NRW

JPD Juni 27, 2025

Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat entschieden, dass der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz einer betroffenen Person keine Auskunft über die Herkunft gespeicherter Daten und keine Einblicke in operative Vorgänge geben muss. Im konkreten Fall hatte ein Repräsentant der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands geklagt, nachdem ihm Teile seiner Auskunftsanfrage verweigert worden waren. Das Gericht sah die Auskunftserteilung durch den Verfassungsschutz als vollständig und die Geheimhaltung im Interesse des Staatswohls als gerechtfertigt an.

Keine Auflagen für IRONMAN Frankfurt – Lärmschutzklage erfolglos

Keine Auflagen für IRONMAN Frankfurt – Lärmschutzklage erfolglos

JPD Juni 27, 2025

Das Verwaltungsgericht Frankfurt am Main hat den Eilantrag eines Anwohners abgelehnt, der Lärmschutzauflagen für den IRONMAN Frankfurt und eine Anwohner-Hotline forderte. Der Antragsteller konnte laut Gericht nicht hinreichend darlegen, dass mit unzumutbarem Freizeitlärm zu rechnen sei. Eine Anordnung zusätzlicher Auflagen sei im Eilverfahren daher nicht gerechtfertigt.

Zwei Tote bei Unfall in Berlin: 84-Jähriger zu Bewährungsstrafe verurteilt

Zwei Tote bei Unfall in Berlin: 84-Jähriger zu Bewährungsstrafe verurteilt

JPD Juni 27, 2025

Das Amtsgericht Tiergarten hat einen 84-jährigen Autofahrer wegen fahrlässiger Tötung in zwei Fällen sowie weiterer Delikte zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt, nachdem er im März 2024 einen schweren Verkehrsunfall in Berlin verursachte, bei dem eine belgische Touristin und ihr vierjähriges Kind starben. Der Angeklagte erlitt vor dem Unfall einen Herzanfall, war jedoch laut Gericht bereits zuvor wegen seiner bekannten Herzerkrankung nicht mehr fahrtauglich. Der Schuldspruch gründet auf dem Vorwurf, trotz erheblicher Gesundheitsrisiken ein Fahrzeug geführt zu haben.

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