Aktuelle Meldungen aus Politik, Wirtschaft und Justiz
Im Jahr 2024 haben die Jugendämter rund 69 500 Minderjährige in Obhut genommen – 7 % weniger als im Vorjahr, vor allem wegen eines Rückgangs unbegleiteter Einreisen. Gleichzeitig nahmen die Schutzmaßnahmen wegen Kindeswohlgefährdung und Selbstmeldungen deutlich zu, und die durchschnittliche Dauer der Inobhutnahmen stieg auf gut zwei Monate.
Ein 75-jähriger Mann aus dem Landkreis Gießen sitzt wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in Untersuchungshaft. Er soll über das Internet philippinische Kinder zu sexuellen Handlungen angewiesen und die Aufnahmen gespeichert haben.
Im Mai 2025 wurden in Deutschland rund 37.400 Menschen bei Verkehrsunfällen verletzt, 4 % mehr als im Vorjahresmonat; auch die Zahl der Verkehrstoten stieg auf 255. Insgesamt blieb die Zahl der Unfälle in den ersten fünf Monaten 2025 stabil, während die Zahl der Verletzten leicht zunahm.
Die Zentrale zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen (ZKG) hat bei Razzien in mehreren bayerischen Städten zwei Verdächtige festnehmen lassen, die gemeinsam mit weiteren Beschuldigten rund 10.000 Packungen des Covid-19-Medikaments Paxlovid illegal verkauft haben sollen. Der Schaden beläuft sich auf etwa 2,6 Millionen Euro; im Fokus stehen Apotheker, Apothekenmitarbeiter und Zwischenhändler.
Die Polizei hat in einer Halle bei Abtswind rund 200 Kilogramm Kokain in Metallbehältern sichergestellt und drei Tatverdächtige aus der Schweiz und Frankreich festgenommen. Die Ermittlungen, die international geführt werden, laufen unter der Leitung des Bayerischen Landeskriminalamts und des Zollfahndungsamts München auf Hochtouren.
Die Lebenserwartung in Deutschland ist 2024 erneut gestiegen und liegt für neugeborene Frauen bei 83,5 und für Männer bei 78,9 Jahren – damit wurde das Vor-Corona-Niveau wieder erreicht. Auch 65-Jährige können im Schnitt mit über einem halben Jahr mehr Lebenszeit rechnen als 2023, bleiben aber unter dem langfristigen Trend von vor der Pandemie.
Die Zahl der Habilitationen in Deutschland ist 2024 leicht um 1,8 % auf 1 564 gesunken, der Frauenanteil stagnierte bei 36 %. Der größte Teil der Habilitationen entfiel auf die Fächergruppe Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften, im MINT-Bereich war der Frauenanteil weiterhin deutlich niedriger.
Bayerns Justizminister Georg Eisenreich hat sechzehn Persönlichkeiten mit der Justizmedaille für ihr herausragendes Engagement in unterschiedlichen Bereichen des Rechtswesens geehrt. Die Ausgezeichneten haben sich unter anderem in der Bewährungshilfe, im Justizvollzug, in der Nachwuchsförderung und durch künstlerische oder soziale Beiträge um den Rechtsstaat verdient gemacht.
Im Rahmen eines bundesweiten „Naschid Action Day“ durchsuchte das LKA Berlin im Auftrag der Generalstaatsanwaltschaft 22 Wohnungen wegen des Verdachts der Verbreitung terroristischer Propagandamusik des sogenannten Islamischen Staats. Die Ermittlungen richten sich vor allem gegen junge Beschuldigte, und sollen auch der Aufklärung über die strafrechtliche Relevanz jihadistischer Inhalte auf Social Media dienen.
Die Erdbeer- und Spargelernte 2025 in Deutschland wird voraussichtlich so niedrig ausfallen wie seit Jahrzehnten nicht mehr: Bei Erdbeeren wird die geringste Freilandmenge seit 1995 erwartet, bei Spargel der niedrigste Stand seit 2010. Ursachen sind schrumpfende Anbauflächen, gestiegene Produktionskosten und geringere Nachfrage.
Die Geburtenziffer in Deutschland ist 2024 auf 1,35 Kinder je Frau gesunken und liegt damit 2 % unter dem Vorjahreswert; der Rückgang hat sich jedoch gegenüber den Vorjahren deutlich verlangsamt. Besonders niedrig war die Geburtenrate bei deutschen Frauen (1,23), während ausländische Frauen im Schnitt 1,84 Kinder bekamen.
Im Rahmen der internationalen Operation „Eastwood“ haben ZIT und BKA gemeinsam mit internationalen Partnern eine koordinierte Aktion gegen die pro-russische Hacktivistengruppe „NoName057(16)“ durchgeführt. Dabei wurden Haftbefehle gegen mehrere mutmaßliche Verantwortliche erlassen, Server abgeschaltet und umfangreiche Beweismittel sichergestellt.
Rund 17 Millionen Menschen leben in Deutschland allein – das sind über 20 % der Bevölkerung, Tendenz steigend. Alleinlebende sind besonders häufig von Armut, sozialer Ausgrenzung und Einsamkeit betroffen, wobei junge Erwachsene unter 30 Jahren überdurchschnittlich häufig unter Einsamkeit leiden.
Im 2. Quartal 2025 sind in Deutschland weniger Menschen gestorben als im Durchschnitt der Vorjahre; nur in der Hitzewoche Ende Juni kam es zu einem Anstieg der Sterbefallzahlen. Auch europaweit blieb die Sterblichkeit laut EuroMOMO größtenteils unauffällig, mit nur leichten Überschreitungen in wenigen Ländern.
Nur 30 % der Bacheloranfängerinnen und -anfänger des Studienjahres 2019 schlossen ihr Studium innerhalb von acht Semestern ab – Frauen deutlich häufiger als Männer. Bei Masterstudiengängen liegt die Abschlussquote nach sechs Semestern höher, ebenfalls mit Vorteilen für Studentinnen.
Der Kölner Zoll entdeckte am Flughafen Köln/Bonn rund 1.500 lebende Vogelspinnen in einem Paket aus Vietnam, das fälschlich als Kekslieferung deklariert war. Viele Tiere verendeten, gegen den Empfänger im Sauerland läuft nun ein Strafverfahren wegen tierschutzwidrigem und illegalem Import.