
Karlsruhe, 23. Juni 2026 (JPD) Die Bundesanwaltschaft hat am Dienstag Wohnungen und weitere Räumlichkeiten von fünf Beschuldigten in Baden-Württemberg, Brandenburg und Hessen durchsuchen lassen. Die Ermittlungen richten sich gegen mutmaßliche Mitglieder der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS).
Nach Angaben der Karlsruher Behörde besteht der Verdacht, dass die Beschuldigten als Mitglieder der ausländischen terroristischen Vereinigung nach Deutschland eingereist sind, um sich hier und in anderen europäischen Staaten mit Anhängern des IS zu vernetzen sowie finanzielle Mittel für die Organisation zu beschaffen.
Die Durchsuchungen erfolgten auf Grundlage von Beschlüssen des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs in Filderstadt, Potsdam und im Landkreis Limburg-Weilburg. Parallel wurden weitere Objekte bei insgesamt elf nicht tatverdächtigen Personen in Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein durchsucht.
Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung nach §§ 129a Abs. 1 Nr. 1, 129b Abs. 1 StGB.
Festnahmen gab es nach Angaben der Ermittler zunächst nicht. Die Maßnahmen dienten der weiteren Aufklärung und Sicherung von Beweismitteln.
An den Durchsuchungen waren Beamte des Bundeskriminalamts sowie Einsatzkräfte der betroffenen Landespolizeien beteiligt.





