Anschlagspläne auf Kirche in Bremen: Mutmaßlicher IS-Anhänger in Brandenburg festgenommen

Karlsruhe, 17. September 2026. Die Bundesanwaltschaft hat im Landkreis Barnim in Brandenburg einen irakischen Staatsangehörigen festnehmen lassen. Dem Mann werden unter anderem die versuchte Gründung einer terroristischen Vereinigung und die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen.

Der Beschuldigte Gailan Al-M. wurde aufgrund eines Haftbefehls des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs vom 8. September 2026 durch Beamte des Bundeskriminalamts und der Bundespolizei festgenommen.

Nach Angaben der Bundesanwaltschaft soll der Mann die radikal-islamistische Ideologie der terroristischen Vereinigung „Islamischer Staat“ teilen. Im Frühjahr 2025 soll er geplant haben, gemeinsam mit weiteren Personen Anschläge in Deutschland gegen Menschen zu begehen, die er als Ungläubige betrachtete.

Für diese Pläne soll sich der Beschuldigte bereits eine Schusswaffe beschafft und eine Kirche in Bremen ausgekundschaftet haben. Die Kirche sei nach den Ermittlungen als erstes Anschlagsziel vorgesehen gewesen.

Der Mann soll zudem eine bislang unbekannte Person für seine Pläne gewonnen haben. Der Versuch, weitere Personen anzuwerben, sei dagegen gescheitert.

Die Bundesanwaltschaft wirft ihm neben der versuchten Gründung einer terroristischen Vereinigung nach § 129a Abs. 1, §§ 22, 23 StGB auch die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat nach § 89a StGB sowie einen Verstoß gegen das Waffengesetz vor.

Der Beschuldigte wurde noch am Donnerstag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt. Dieser eröffnete den Haftbefehl und ordnete den Vollzug der Untersuchungshaft an.

Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

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