
Wiesbaden, 10. August 2026 (JPD). Die Zahl der bei Verkehrsunfällen verunglückten Kinder ist im vergangenen Jahr um sieben Prozent gestiegen. Insgesamt wurden 2025 rund 29.270 Kinder unter 15 Jahren im Straßenverkehr verletzt oder getötet, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Im Jahr zuvor waren es 27.260 Kinder.
Durchschnittlich verunglückte damit alle 18 Minuten ein Kind im Straßenverkehr. Zugleich stieg die Zahl der tödlich verunglückten Kinder deutlich: 2025 kamen 74 Kinder ums Leben, nach 53 im Vorjahr. Nach einem deutlichen Rückgang während der Corona-Pandemie in den Jahren 2020 und 2021 ist die Zahl der verletzten und getöteten Kinder in den vergangenen Jahren wieder gestiegen.
Die Zahl der Todesfälle nahm in sämtlichen Altersgruppen zu. Bei den unter Sechsjährigen stieg sie von 18 auf 30, bei den Sechs- bis Neunjährigen von 15 auf 17 und bei den Zehn- bis 14-Jährigen von 20 auf 27.
Besonders deutlich erhöhte sich die Zahl der Kinder, die als Pkw-Insassen ums Leben kamen. Sie stieg von 21 auf 31. Auf Fahrrädern kamen 13 Kinder ums Leben, nach acht im Jahr zuvor. Bei Unfällen mit E-Scootern wurden vier Kinder getötet; 2024 hatte es in dieser Gruppe keinen Todesfall gegeben.
Bei den Sechs- bis 14-Jährigen zeigt sich zudem eine deutliche Häufung von Unfällen am Morgen. Montags bis freitags verunglückten Kinder dieser Altersgruppe besonders häufig zwischen 7 und 8 Uhr und damit zu einer typischen Schulwegzeit. Zwölf Prozent der insgesamt 24.010 verunglückten Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren kamen in diesem Zeitraum zu Schaden.
Die meisten verunglückten Kinder waren 2025 mit dem Fahrrad unterwegs. Ihr Anteil lag bei 34 Prozent. 31 Prozent verunglückten als Pkw-Insassen, 20 Prozent zu Fuß und acht Prozent mit einem E-Scooter.
Dabei unterscheiden sich die Unfallarten je nach Alter deutlich. Unter Sechsjährige verunglückten mit einem Anteil von 55 Prozent am häufigsten im Auto. Bei den Sechs- bis 14-Jährigen war dagegen das Fahrrad mit 39 Prozent das häufigste Verkehrsmittel bei einem Unfall. 26 Prozent dieser Altersgruppe verunglückten im Auto und 19 Prozent zu Fuß.




