Acht Verkehrstote pro Tag im Jahr 2025

Wiesbaden, 7. Juli 2026 (JPD). In Deutschland sind im Jahr 2025 durchschnittlich acht Menschen pro Tag bei Straßenverkehrsunfällen ums Leben gekommen. Insgesamt starben nach endgültigen Angaben des Statistischen Bundesamtes 2.832 Menschen im Straßenverkehr. Das waren 62 mehr als im Jahr 2024 und in etwa so viele wie 2023.

Auch die Zahl der Verletzten lag über dem Vorjahresniveau. Rund 371.000 Menschen wurden bei Verkehrsunfällen verletzt, ein Plus von 1,7 Prozent. Davon trugen rund 322.000 Menschen leichte Verletzungen davon, 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Schwerverletzten sank dagegen um 2,9 Prozent auf rund 49.200 und damit auf den niedrigsten Wert seit Beginn der getrennten Erfassung von Schwer- und Leichtverletzten im Jahr 1991.

Insgesamt registrierte die Polizei im Jahr 2025 rund 2,52 Millionen Verkehrsunfälle. Das waren 0,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei 2,22 Millionen Unfällen blieb es bei Sachschäden, bei 297.000 Unfällen wurden Menschen verletzt oder getötet. Langfristig ist die Zahl der Unfallopfer deutlich zurückgegangen: 1995 waren noch rund 9.500 Menschen im Straßenverkehr gestorben und mehr als 500.000 verletzt worden.

Die meisten polizeilich erfassten Unfälle ereigneten sich wie in den Vorjahren innerhalb von Ortschaften. Dort wurden auch besonders viele Menschen verletzt: 66 Prozent aller Verletzten kamen innerorts zu Schaden. Die meisten Verkehrstoten gab es dagegen weiterhin auf Landstraßen. Dort starben 1.580 Menschen, das entsprach 56 Prozent aller Verkehrstoten. Innerorts lag der Anteil bei 34 Prozent, auf Autobahnen bei 10 Prozent.

Innerhalb von Ortschaften waren besonders häufig ungeschützte Verkehrsteilnehmer betroffen. Von den 960 innerorts getöteten Menschen waren 285 mit dem Fahrrad und 317 zu Fuß unterwegs. Damit entfielen 63 Prozent der innerorts Getöteten auf Radfahrerinnen und Radfahrer sowie Fußgängerinnen und Fußgänger. Von den tödlich verunglückten Radfahrenden innerorts starben 119 auf einem Pedelec und 166 auf einem Fahrrad ohne Elektroantrieb.

Häufigste Ursache tödlicher Verkehrsunfälle blieb überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit. Im Jahr 2025 kamen 812 Menschen bei Unfällen ums Leben, bei denen mindestens eine beteiligte Person zu schnell fuhr oder die Geschwindigkeit nicht den Straßen- oder Witterungsverhältnissen angepasst hatte. Das entsprach 29 Prozent aller Verkehrstoten. Bei 13 Prozent aller Verletzten spielte Geschwindigkeit ebenfalls eine Rolle.

Besonders auf Autobahnen war zu schnelles Fahren eine zentrale Unfallursache. Dort starben 124 Menschen bei Geschwindigkeitsunfällen, das waren 42 Prozent aller Autobahn-Verkehrstoten. Auf Landstraßen lag der Anteil bei 34 Prozent, innerorts bei 16 Prozent.

Die Zahl der Alkoholunfälle ging leicht zurück. Im Jahr 2025 wurden 34.800 Unfälle registriert, bei denen mindestens eine beteiligte Person alkoholisiert war. Das waren 1,0 Prozent weniger als im Vorjahr. Gleichwohl kam es damit im Schnitt alle 15 Minuten zu einem Alkoholunfall. Insgesamt starben 170 Menschen bei Verkehrsunfällen im Zusammenhang mit Alkohol, 17.900 wurden verletzt.

Deutlich betroffen waren auch Kinder und ältere Menschen. Im Jahr 2025 starben 74 Kinder unter 15 Jahren im Straßenverkehr, nach 53 im Vorjahr. Rund 29.200 Kinder wurden verletzt. Damit wurde im Schnitt alle 18 Minuten ein Kind bei einem Verkehrsunfall verletzt. Bei den Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahren stieg die Zahl der Verletzten auf 56.100. Die Zahl der Getöteten in dieser Altersgruppe erhöhte sich auf 1.115 Personen. Damit waren 39 Prozent aller Verkehrstoten mindestens 65 Jahre alt.

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