Bundesregierung will soziale Netzwerke für Kinder unter 13 Jahren verbieten

Symbolbild – KI-generiert

Berlin, 14. Oktober 2026 (JPD) – Die Bundesregierung hat Eckpunkte für einen umfassenden Kinder- und Jugendmedienschutz beschlossen. Danach soll Kindern unter 13 Jahren die Nutzung sozialer Netzwerke grundsätzlich untersagt werden. Für Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren sind abgestufte Nutzungsbeschränkungen vorgesehen.

Die Bundesregierung will entsprechende Regelungen auf europäischer Ebene im Rahmen des geplanten EU KIDS Act durchsetzen. Bis dahin soll eine nationale Übergangsregelung gelten. Ausnahmen sind für nachweislich kindgerechte Angebote vorgesehen.

Zudem sollen suchtfördernde Funktionen digitaler Plattformen eingeschränkt und algorithmische Empfehlungssysteme standardmäßig deaktiviert werden. Ab 2027 soll die deutsche digitale Identitätslösung „d-you“ eine zuverlässige Altersverifikation ermöglichen.

Weitere Maßnahmen umfassen eine stärkere Förderung der Medien- und KI-Kompetenz, die Einführung eines „KI-Seepferdchens“ für Grundschulkinder sowie die geplante Einrichtung einer Kinder-Online-Wache.

Bundesfamilienministerin Karin Prien erklärte, Kinder und Jugendliche sollten im Internet besser geschützt werden, ohne sie grundsätzlich von der digitalen Welt auszuschließen. Grundlage der Eckpunkte sind 56 Handlungsempfehlungen einer unabhängigen Expertenkommission.

Markiert:
Cookie Consent mit Real Cookie Banner