
Bonn, 17. Juli 2026 (JPD). Das Bundeskartellamt hat den Erwerb von rund 47 Prozent der Anteile an der M31 Beteiligungsgesellschaft durch RWE freigegeben. M31 hält 74,9 Prozent am Stromübertragungsnetzbetreiber Amprion.
Durch die Transaktion steigt der durchgerechnete Anteil von RWE an Amprion von derzeit rund 20 auf künftig rund 55 Prozent. Aufgrund eines Konsortialvertrags erhält RWE jedoch keine alleinige Kontrolle über das Unternehmen.
Keine zusätzlichen Wettbewerbsrisiken
Das Bundeskartellamt prüfte insbesondere, ob RWE als Stromerzeuger durch die höhere Beteiligung Möglichkeiten oder Anreize erhalten könnte, beim Netzbetrieb bevorzugt zu werden. Nach Einschätzung der Behörde verändern sich diese durch den Anteilserwerb nicht.
Zudem unterliegen Unternehmen, die sowohl in der Stromerzeugung als auch im Netzbetrieb tätig sind, regulatorischen Entflechtungsvorgaben. Das Bundeskartellamt stimmte sich hierzu mit der Bundesnetzagentur ab.
Amprion ist einer der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber. RWE hatte 2011 insgesamt 74,9 Prozent der damaligen Tochtergesellschaft an Finanzinvestoren veräußert.



