
Die Polizeiliche Kriminalstatistik weist für 2024 bundesweit 101.886 Kinder unter 14 Jahren als Tatverdächtige aus, was 4,7 Prozent aller erfassten Tatverdächtigen entspricht. Die Bundesregierung betont, dass die PKS keine Rückschlüsse auf tatsächliche Verurteilungen zulässt.
In der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) sind für das Jahr 2024 bundesweit 101.886 Kinder unter 14 Jahren als Tatverdächtige erfasst worden. Dies entspricht einem Anteil von 4,7 Prozent an allen registrierten Tatverdächtigen. Wie aus der Antwort der Bundesregierung (Drucksache 21/987) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (Drucksache 21/874) hervorgeht, wurden im Bereich der Gewaltkriminalität 13.775 Kinder als tatverdächtig geführt, was einem Anteil von sieben Prozent entspricht.
Besonders schwere Delikte wie Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen machten mit 21 registrierten Kindern lediglich 0,7 Prozent aus. Bei vorsätzlicher einfacher Körperverletzung wurden 16.593 Kinder als tatverdächtig erfasst (4,8 Prozent), bei gefährlicher und schwerer Körperverletzung 12.226 (7,7 Prozent). Im Bereich besonders schwerer Sexualdelikte, darunter Vergewaltigung und sexuelle Nötigung, weist die PKS 156 tatverdächtige Kinder aus, ein Anteil von 1,4 Prozent.
Die Bundesregierung wies darauf hin, dass die PKS eine Tatverdächtigen- und Fallstatistik darstellt und nicht mit einer Verurteiltenstatistik gleichzusetzen ist. Bei Kindern unter 14 Jahren werde zwar kein Strafverfahren eingeleitet, dennoch könnten sie nach polizeilichen Ermittlungen in der Statistik erscheinen, auch wenn sich ein Anfangsverdacht später nicht bestätigt oder sich die rechtliche Einordnung im weiteren Verfahren relativiert.