
München, 17. August 2026 (JPD). Die Stimmung im deutschen Wohnungsbau hat sich im Juli leicht verbessert. Das Geschäftsklima stieg von minus 30,6 auf minus 29,3 Punkte, wie das ifo Institut am Montag mitteilte. Die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Geschäftslage besser, während sich ihre Erwartungen geringfügig eintrübten und weiterhin pessimistisch blieben.
„Die gestiegenen Baugenehmigungen kommen offenbar langsam in der Branche an“, erklärte Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. Bis daraus eine breite Erholung entstehe, sei es allerdings noch ein weiter Weg.
Auch bei der Auftragslage zeichnet sich nach Angaben des Instituts eine leichte Entspannung ab. Der Anteil der Unternehmen, die über zu wenige Aufträge berichteten, sank von 43,7 Prozent im Vormonat auf 41,2 Prozent.
Gleichzeitig nahm jedoch die Zahl der Projektstornierungen zu. Im Juli berichteten 13,1 Prozent der Unternehmen von abgesagten Projekten. Im Vormonat hatte der Anteil noch bei 11,4 Prozent gelegen.
Bei der Materialversorgung entspannte sich die Lage dagegen etwas. Der Anteil der Unternehmen, die von Engpässen bei wichtigen Vorprodukten berichteten, sank von 9,7 auf 8,5 Prozent.
Die Entwicklung zeige, dass sich die Auftragslage zwar langsam in die richtige Richtung bewege, die Erholung der Branche aber weiterhin fragil sei, erklärte Wohlrabe. Die wieder zunehmenden Projektstornierungen seien dafür ein deutliches Zeichen.




