Aktuelle Meldungen aus Politik, Wirtschaft und Justiz
Die Stimmung in der deutschen Autoindustrie hat sich im August erneut verbessert, bleibt aber im negativen Bereich. Vor allem die Nachfrage nach Elektroautos und gestiegene Aufträge aus der Eurozone hellen die Lage auf, während die neuen US-Zölle die Exportaussichten belasten.
Im August haben 24,4 Prozent aller Beschäftigten in Deutschland zumindest teilweise von zu Hause gearbeitet. Das geht aus der jüngsten ifo Konjunkturumfrage hervor. „Die Homeoffice-Quote liegt seit 2022 recht stabil bei einem Viertel aller Beschäftigten“, sagt ifo Forscher Jean-Victor Alipour.
Im August waren die Preise für Super E10 und Diesel günstiger als im Vormonat – das geht aus einer aktuellen Auswertung des ADAC hervor. Demnach lag der Durchschnittspreis für Super E10 bei 1,661 Euro je Liter und damit 1,3 Cent niedriger als im Juli. Damit ist der August zumindest für Super E10 der günstige Tankmonat in diesem Jahr.
Angesichts der zu erwartenden höheren Zinsbelastung hält ifo Präsident Fuest Reformen bei den Staatsausgaben für dringend geboten. Seiner Schätzung zufolge könnten bei unveränderten Bedingungen rund 13 Prozent des deutschen Haushalts bis 2040 in Zinszahlungen fließen. „Klar ist, dass bei höherer Zinslast weniger Geld für andere Aufgaben übrigbleibt, was den Reformdruck erhöht.”
Im ersten Halbjahr 2025 reichten die im Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) zusammengeschlossenen Institute Immobiliendarlehen im Wert von 70,1 Mrd. Euro aus. Das Immobilienfinanzierungsvolumen stieg gegenüber dem ersten Halbjahr 2024 um 17,0 %. Zu dieser positiven Entwicklung trug vor allem die Vergabe von Darlehen für den Bau und Erwerb von Wohnimmobilien bei.
Die Inflationsrate in Deutschland lag im August 2025 voraussichtlich bei 2,2 Prozent. Während die Verbraucherpreise gegenüber Juli leicht stiegen, blieb die Kerninflation mit 2,7 Prozent höher.
Die Importpreise in Deutschland sind im Juli 2025 im Vorjahresvergleich erneut gesunken, vor allem wegen deutlich günstigerer Energie. Exportpreise legten leicht zu, insbesondere bei Konsum- und Investitionsgütern. Auffällig war die starke Verteuerung einzelner Nahrungsmittel sowohl im Import- als auch im Exporthandel.
Der Einzelhandelsumsatz in Deutschland ist im Juli 2025 gegenüber Juni zurückgegangen, liegt aber über dem Niveau des Vorjahres. Besonders der Internet- und Versandhandel zeigte im Monatsvergleich ein deutliches Minus, bleibt jedoch im Jahresvergleich klar im Plus.
Das Geschäftsklima im Einzelhandel ist im August leicht auf minus 24,0 Punkte gesunken, nach minus 22,9 Punkten* im Juli. Dies ist der dritte Rückgang in Folge seit Mai 2025. Die Einzelhändler beurteilten ihre aktuelle Geschäftslage erneut etwas zurückhaltender.
München, 28. August 2025 – Deutschland ist nach Ansicht von ifo Präsident Clemens Fuest nicht innovationsfreundlich genug. Eine gezielte Förderung von neuen Ideen, Technologien und Geschäftsmodellen ist seiner Ansicht nach dringend nötig, um aus der Wachstumskrise herauszukommen.
Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) sinkt im August leicht auf 92 Punkte. Es ist der zweite Rückgang in Folge, nachdem das Barometer im Juni noch ein Zwei-Jahres-Hoch erreicht hatte. Der Barometerwert entfernt sich damit weiter von der neutralen 100-Punkte-Marke, die ein durchschnittliches Wachstum der deutschen Wirtschaft anzeigt. „Die Erholung der deutschen Wirtschaft ist derzeit ein äußerst zartes Pflänzchen“, sagt DIW-Konjunkturchefin Geraldine Dany-Knedlik.
Nach dem Abwärtstrend bei den Spritpreisen in den letzten Wochen sind die Preise zuletzt wieder nach oben gegangen. Laut aktueller ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise an mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland ist der Preis für einen Liter Super E10 binnen Wochenfrist um 0,8 Cent gestiegen und liegt jetzt bei durchschnittlich 1,658 Euro. Diesel hat sich sogar um 1,3 Cent verteuert und kostet aktuell 1,572 Euro.
München, 27. August 2025 – Die Unternehmen in Deutschland bauen wieder verstärkt Arbeitsplätze ab. Das ifo Beschäftigungsbarometer sank im August leicht auf 93,8 Punkte, nach 94,0 Punkten im Juli. „Der Arbeitsmarkt kommt nicht aus der Krise“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen.
Die Exporterwartungen der deutschen Industrie sind im August auf minus 3,6 Punkte gefallen. Vor allem Nahrungsmittelproduzenten und Metallverarbeiter rechnen mit rückläufigen Auslandsumsätzen, während Chemie- und Möbelindustrie leichte Zuwächse erwarten.
Auszubildende in Deutschland verdienten im April 2024 durchschnittlich 1 238 Euro brutto im Monat. Besonders hoch war die Vergütung in Gesundheits- und Pflegeberufen sowie in großen Unternehmen, während Azubis in Künstlerberufen und Kleinbetrieben deutlich weniger erhielten.
Die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland hat sich leicht aufgehellt. Der ifo Geschäftsklimaindex stieg im August auf 89,0 Punkte, nach 88,6 Punkten im Juli. Der Anstieg war auf verbesserte Erwartungen der Unternehmen zurückzuführen. Die aktuelle Lage wurde hingegen geringfügig schlechter eingeschätzt. Die Erholung der deutschen Wirtschaft bleibt schwach.
Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist im Juni 2025 leicht zurückgegangen, liegt aber über dem Vorjahreswert. Im ersten Halbjahr verzeichnete die Branche sowohl bei den Aufträgen als auch beim Umsatz ein Plus. Auch die Beschäftigung hat leicht zugenommen.
Das BIP in Deutschland sank im zweiten Quartal 2025 um 0,3 Prozent und fiel damit schwächer aus als zunächst gemeldet. Treiber des Rückgangs waren die Industrie und das Baugewerbe, während der Konsum nur leicht zulegte. Im europäischen Vergleich hinkt die deutsche Wirtschaft deutlich hinterher.