Hartha, 5. Juni 2026 (JPD) Die Produktion der insolventen GSH Sachsen GmbH ist nach Angaben des Insolvenzverwalters bis weit in das zweite Halbjahr 2026 hinein ausgelastet. Grundlage dafür sind zusätzliche Aufträge mehrerer Kunden, die nach intensiven Verhandlungen gewonnen wurden. Über die Entwicklung informierte Insolvenzverwalter Dr. Dirk Herzig die Belegschaft Anfang Juni.
Dem Auftragseingang gingen nach Angaben des Verwalters umfassende Neukalkulationen der Produkte, Kostenprüfungen sowie die Beendigung wirtschaftlich belastender Vereinbarungen voraus. Der Geschäftsbetrieb des auf Zinkdruckgusslösungen spezialisierten Unternehmens kann damit über den Sommer und bis in den Herbst fortgeführt werden. Ob die Auslastung der Fertigung bis zum Jahresende reicht, sei derzeit noch offen, da nicht alle angekündigten Bestellungen vorliegen.
Investorensuche läuft weiter
Die verbesserte Auftragslage verschafft dem Unternehmen zusätzliche Zeit für Gespräche mit potenziellen Investoren. Ziel bleibt nach Angaben des Insolvenzverwalters der Erhalt des Unternehmens und der Arbeitsplätze am Standort Hartha. Die Löhne und Gehälter der rund 25 Beschäftigten werden weiterhin aus dem laufenden Geschäftsbetrieb finanziert.
Viele Kunden und Lieferanten unterstützen das Unternehmen weiterhin. Zugleich verlangen Kunden nach Angaben des Insolvenzverwalters Planungssicherheit für die Zukunft und erwarten noch in diesem Jahr eine Entscheidung über die langfristige Fortführung, bevor sie Aufträge für 2027 vergeben.
GSH Sachsen hatte Ende Oktober 2025 Insolvenzantrag gestellt. Als Ursachen der finanziellen Schieflage nennt das Unternehmen kurzfristige Umsatzrückgänge infolge von Krisen in den Branchen seiner Kunden sowie die Auswirkungen der Insolvenz eines wichtigen Auftraggebers. Die dadurch entstandene Liquiditätslücke habe nicht mehr aus eigener Kraft geschlossen werden können.





