ifo: Tankrabatt kam bei Autofahrern nicht vollständig an

München, 29. Juni 2026 (JPD). Der Tankrabatt hat Autofahrerinnen und Autofahrer in Deutschland nach Berechnungen des ifo Instituts zwar spürbar entlastet, ist aber nicht vollständig bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern angekommen. Besonders beim Diesel blieb die Weitergabe hinter der vorgesehenen Entlastung zurück.

Nach Angaben des ifo Tankrabatt-Trackers lagen die Preise in Deutschland zum Stand 26. Juni bei Super E5 um 17 Cent, bei Super E10 um 16 Cent und bei Diesel um 12 Cent unter den Vergleichswerten ausländischer Tankstellen ohne Tankrabatt. Damit sei der Rabatt beim Superbenzin nahezu vollständig weitergegeben worden, erklärte Florian Neumeier, stellvertretender Leiter des ifo Zentrums für Finanzwissenschaft. Beim Diesel habe die Weitergabe dagegen nur bei rund 73 Prozent gelegen.

Ohne den Tankrabatt hätte der Preis für einen Liter Superbenzin nach Einschätzung des ifo Instituts im Juni im Tagesdurchschnitt wohl weiterhin über zwei Euro gelegen. Mit dem Auslaufen der Maßnahme zum 30. Juni rechnen die Forschenden allerdings wieder mit steigenden Kraftstoffpreisen. Entscheidend werde dabei vor allem die weitere Entwicklung des Ölpreises sein. Da dieser zuletzt gesunken sei, hätten auch die Kraftstoffpreise nachgegeben, sagte ifo-Wissenschaftlerin Ramona Schmid.

Das ifo Institut bewertet das Auslaufen des Tankrabatts als folgerichtig. Die Maßnahme habe den Staat rund 1,6 Milliarden Euro gekostet. Weil der Rabatt insbesondere beim Diesel nicht vollständig weitergegeben worden sei, sei ein Teil der Entlastung bei den Mineralölkonzernen verblieben, erklärte Christian Gréus vom ifo Zentrum für Finanzwissenschaft.

Der ifo Tankrabatt-Tracker wird nach Angaben des Instituts an jedem Werktag auf Grundlage der Spritpreise des Vortags aktualisiert. Er soll nachvollziehbar machen, in welchem Umfang die steuerliche Entlastung tatsächlich an den Tankstellen ankommt.

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