
München, 9. Juni 2026 (PM) – Im ersten Quartal 2026 stieg die Wirtschaftsleistung in zwölf Bundesländern im Vergleich zum Vorquartal. Dies ergaben neue Berechnungen des ifo Instituts. Die stärksten Anstiege verzeichneten Berlin und Brandenburg mit jeweils 0,9 Prozent, gefolgt von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz (jeweils 0,8 Prozent). „Insbesondere die Industrie ist stark in das Jahr gestartet, wovon einige Bundesländer stärker profitieren als andere“, sagt ifo-Konjunkturexperte Robert Lehmann. „Jedoch belasten die im Zuge des Irankrieges stark gestiegenen Preise das Wachstum.“
In Mecklenburg-Vorpommern stieg die Wirtschaftsleistung um 0,4 Prozent. Die Wirtschaft in Bayern und Sachsen-Anhalt legte um jeweils 0,3 Prozent zu, jene im Saarland und in Bremen um 0,2 Prozent. Nordrhein-Westfalen hingegen schrumpfte um 0,1 Prozent. Da einige norddeutsche Bundesländer im vergangenen Jahr ein kräftiges Wirtschaftswachstum verbuchten, fällt die wirtschaftliche Entwicklung dort zu Jahresbeginn schwächer aus. In Schleswig-Holstein und Hamburg etwa ging die Wirtschaftsleistung um 0,5 Prozent zurück, in Niedersachsen um 0,2 Prozent. Spürbare Impulse kommen aus den erhöhten staatlichen Ausgaben für Verteidigung. „Die Standorte mit einer ausgeprägten Rüstungsindustrie in Nord- und Westdeutschland profitieren in erheblichem Umfang von der Aufrüstung und Erneuerung des Verteidigungssektors“, sagt Lehmann. Jedoch macht sich der Strukturwandel in der Industrie bemerkbar, von dem die Bundesländer ganz unterschiedlich erfasst werden. So ist die wirtschaftliche Erholung in Nordrhein-Westfalen verhalten, wo die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der Industrie spürbar zurückgegangen ist.




