ifo Exporterwartungen steigen auf höchsten Stand seit Februar 2022

München, 26. August 2026 (JPD). Die Exporterwartungen der deutschen Industrie sind im August kräftig gestiegen. Der vom ifo Institut erhobene Indikator legte auf plus 9,6 Punkte zu, nachdem er im Juli noch bei minus 2,8 Punkten gelegen hatte. Damit erreichte er den höchsten Wert seit Februar 2022. Zugleich war es der stärkste monatliche Anstieg seit Juni 2020.

„Die Exportwirtschaft nimmt Fahrt auf“, erklärte Klaus Wohlrabe vom ifo Institut. Insbesondere die Ausfuhren in die Europäische Union entwickelten sich derzeit stark. Die Exporte nach China blieben dagegen schwach.

Besonders optimistisch zeigen sich weiterhin die Hersteller elektrischer Ausrüstungen. Auch Unternehmen aus der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen rechnen mit steigenden Auslandsgeschäften. Nach Einschätzung des ifo Instituts dürften dabei die zunehmende Digitalisierung der Wirtschaft und hohe Investitionen in Künstliche Intelligenz eine Rolle spielen.

Deutlich verbessert haben sich auch die Erwartungen in der Automobilindustrie. Bei den Herstellern von Metallerzeugnissen ist ebenfalls wieder mehr Zuversicht zu erkennen.

Mit sinkenden Exporten rechnen dagegen weiterhin Unternehmen des Papiergewerbes sowie Betriebe aus der Metallerzeugung und -bearbeitung.

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