
Wiesbaden, 12. Juni 2026 (JPD) Die Inflationsrate in Deutschland hat sich im Mai 2026 weiter abgeschwächt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,6 Prozent. Im April hatte die Teuerungsrate noch bei 2,9 Prozent gelegen, im März bei 2,7 Prozent. Gegenüber dem Vormonat gingen die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent zurück.
Maßgeblich für die Preisentwicklung blieben die Energiepreise, die im Mai um 6,6 Prozent über dem Vorjahresniveau lagen. Ursache waren insbesondere die Auswirkungen der Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten auf die Rohölmärkte. Der Anstieg fiel jedoch schwächer aus als im April mit 10,1 Prozent. Dazu dürfte auch die seit dem 1. Mai geltende temporäre Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel beigetragen haben. Kraftstoffe verteuerten sich binnen Jahresfrist um 18,0 Prozent, nach 26,2 Prozent im April.
Energiepreise bleiben hoch, Kerninflation bei 2,5 Prozent
Während leichtes Heizöl im Vorjahresvergleich um 47,9 Prozent teurer wurde, lagen die Preise für Haushaltsenergie insgesamt um 0,8 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Strom, Erdgas einschließlich Betriebskosten sowie Fernwärme verbilligten sich weiterhin. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes steht dies auch im Zusammenhang mit bereits zu Jahresbeginn umgesetzten staatlichen Entlastungsmaßnahmen.
Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich im Mai lediglich um 0,4 Prozent und damit deutlich schwächer als die Gesamtinflation. Preissteigerungen gab es insbesondere bei Fisch, Süßwaren, Obst sowie Fleisch und Fleischwaren. Rückgänge wurden unter anderem bei Speisefetten und Speiseölen, Kartoffeln sowie Molkereiprodukten verzeichnet. Die sogenannte Kerninflation ohne Nahrungsmittel und Energie lag bei 2,5 Prozent.
Waren verteuerten sich insgesamt um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Dienstleistungen lagen mit einem Plus von 3,1 Prozent erneut über der allgemeinen Teuerungsrate. Besonders betroffen waren soziale Dienstleistungen, kombinierte Personenbeförderung sowie Wartungs- und Reparaturleistungen für Fahrzeuge. Die Nettokaltmieten stiegen um 1,9 Prozent.
Im Vergleich zum April 2026 sanken die Energiepreise um 3,6 Prozent. Ausschlaggebend waren niedrigere Kraftstoffpreise sowie Preisrückgänge bei Heizöl. Auch Nahrungsmittel verbilligten sich binnen Monatsfrist um 0,9 Prozent. Teurer wurden dagegen unter anderem Pauschalreisen.




